Montag, 13. Mai 2013

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Montag 13.5.2013

Früher Start in die Saison. Vor einem Monat sind die Eisbrecher noch im Saimaakanal stecken geblieben: http://www.youtube.com/watch?v=GHxo-IRzRPA

Nach 14 Stunden treffen wir (Alfred & Pitschi)  in Savonlinna ein. Das Eis ist geschmolzen, aber die Wiesen sind noch braun und  die Wälder noch kahl, die Birken fangen gerade an auszutreiben. Aber wir bringen den Frühling! Für die nächsten Tage ist schönes Wetter mit zweistelligen Temperaturen vorhergesagt.

Hilde ist aus dem Winterschlaf erwacht und wartet segelfertig am gleichen Platz, wo ich sie letzten Herbst zurückgelassen habe.

Wir übernachten im Hotel Family Hospitz, das auch den Gästehafen betreibt.

Abendessen im Restaurant Majakka. Wir essen die traditionelle Spezialität der Saimaa Region,  Muikku (Maränen) mit Kartoffelstock und  Salat: ..........mmmmmmmhhhhhh-FEIN!.

Wiedersehn mit Savonlinna



Dienstag, 14.5.2013

Gut geschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück treffen wir Mikael Laine von Classic Boat of Finland, wo  wir Hilde im Winterlager zurückgelassen haben. Perfekter und preisgünstiger Service, den wir gerne wärmstens weiterempfehlen. Er zeigt stolz sein Meisterstück, eine elegante Sitzbank. Ab jetzt bietet Hilde Sitzkomfort pur – keine Schwielen mehr am Hinterteil. "Kitoos Mikael!"

Beim Einräumen  merken wir dann aber, dass die Batterie  keinen Mucks mehr macht. Sie hat wohl im kalten finnischen Winter den Geist aufgegeben. Wir verschieben daher die Abreise auf morgen, montieren die Segel, fädeln Falle, Schoten, etc. ein, reparieren den Reissverschluss von der Persenning.... Dann bekommt die Bilge noch einen Boden aus Styropor eingepasst. 

Styroporeinlage für die Bilge


Dann gehen wir mit Alfreds neuem XXXL-Rucksack einkaufen. Als  alle Vorräte  verstaut sind,  wird es auch bald Zeit für Nachtessen. Die Terasse im Hotel Savonlinan Seurahuone  hat geöffnet. So geniessen wir in der warmen Abendsonne die schöne Aussicht auf Savonlinna und die Spezialität des Hauses, gebratenen Muikku  mit Ofenkartoffel.... schmeckt mmmmmmhhh-Fein., wie schon letztes Jahr.


Muikku mit Ofenkartoffel & Salat .......mmmmmmmhhhhhhh-FEIN!



Mittwoch, 15. Mai 2013

Dank Heizöfeli wird es eine wohlig-warme erste Nacht auf der Hilde. Trotzt Sonnenaufgang um 4.15 Uhr schlafen wir friedlich bis 8 Uhr.  Mikael bringt eine neue Battterie:  Pitschi sägt noch ein weiteres Stück Styropor für die Bilgenvorratskammer zurecht und dann packen wir zusammen. Halt, fast vergessen. Pitschi eröffnet die Badesaison bei, man höre & staune, 5°!!!........ brrrrrrrrrrrrrhhhhhh!

Die Badesaison 2013 wird eröffnet .......bei 5° !!!!

......bbbbbbbbbrrrrrrhhhhhhhh.......!!!


Am ersten Segeltag wollen uns Petrus und Rasmus dann doch nicht überfordern und schicken statt Wind erst mal Sonne. Nach 10 sm (8 mit Motor) treffen wir um 15 Uhr auf Juuvinsaari, der Preiselbeerinsel ein... Preiselbeeren hat es jetzt noch keine aber die Vögel pfeiffen um die Wette, ein richtiger Bo-Balzmann Chor. Ob jetzt die Männli um die Gunst der Wiibli pfeifen oder umgekehrt, wissen wir nicht, aber sie pfeiffen was das Zeug hält. 

Ein Motorboot fährt an unserm Ankerplatz vorbei... das erste Boot, das wir heute sichten. Sonst gehört der Saimaa noch ganz allein der Hilde.

Juuvinsaari .....auch die Grillsaison ist eröffnet




Donnerstag, 16.5. 2013

Juuvinsaari     -       Ruunasaari       20 sm

Wolkenloser aber kühler Morgen. Bis die Morgensonne über die Bäume kommt wärmen wir uns an einem heissen Kaffee/Tee.

Leichte Brise aus NO. A. macht schon mal den Spinaker parat. Doch kaum ist der Spi gesetzt, meldet sich der Hunger. Zeit für ein Plättli Picknik. So nähern wir uns der engen Fährpassage von Vekara. Gleichzeitig mit einem Schlepper, der einen langen Holzflosstazelwurm hinter sich her zieht. Wir wollen das Schicksal nicht unnötig herausfordern und nehmen  den Spi lieber nochmal runter und überholen den Holzflosstazelwurm in der Passage auf dem „Pannenstreifen“. Die Fähre wartet auch schon ungeduldig. Alle guten Dinge sind drei, kommt auch noch ein dicker Frachter angedampft. Wir bringen uns schnell in ein Nebenfahrwasser in Sicherheit.
wir überholen einen riesigern Holztatzelwurm


Mit Spi unterwegs nach......
.....Ruunasaari.
Nach 20 sm und 8 Stunden sind wir am Ziel: Wiedersehen mit Ruunasaari, der Erdbeerinsel. Schöner Ankerplatz, aber die Saison ist hier noch nicht eröffnet. Der Holzvorrat ist noch nicht aufgefüllt und im Hussi ist der Kegel schon gefährlich hoch bis an den Brillenrand gewachsen..

Nachtessen (Bohnen & Kartoffel Spaghetti mit Pesto und Salat) wird konsequent am Lagerfeuer gekocht:.

Zum Dessert eine Partie Backgammon. Spielstand: A : P  1 : 0.

Dann treibt uns die Kälte in die Schlafsäcke.


Freitag, 17. 5. 2013

Ruunasaari      -       Puumala          11sm

Blauer Himmel. Guter Wind aus NO. Wir können es heute gemütlich nehmen. Das Tagesziel Puumala ist nur einen Katzensprung (11sm) entfernt.

Bevor wir losfahren, montiert A. noch das neue Gewürzregal von Ikea. Kein Millimeter länger dürfte es sein. Es passt haargenau an die Kajütenwand über dem Herd.

Mit achterlichem Wind sausen wir,  Kurs Puumala. A. trainiert für „Wetten Dass“ und behauptet, dass er die Geschwindigkeit aufs Zehntel genau schätzen kann. Gut, da muss er noch etwas üben......aber zum Trost stellt er mit 7.2 knt. den Tages(Saison) Geschwindigkeitsrekord auf.

In Puumala im Gästehafen hat die Saison auch noch nicht begonnen. Es gibt zwar Strom aber die WCs sind noch abgeschlossen. Aber ein freundlicher finnischer Motorbootfahrer gibt uns einen Tipp, wo wir ein WC finden können. Nachdem so erstmal die Grundbedürfnisse gestillt sind, machen wir uns auf zum Shopping. Puumala hat knapp 3000 Einwohner, aber 3 Supermärkte und 1 Alkoladen. Einer der Supermärkte liegt bequem gerade neben  dem Hafen.

Es ist fast sommerlich warm heute. 23 ° zeigt die grosse digitale Anzeige unter der grossen Strassenbrücke, dem Wahrzeichen von Puumala.

Kein Wunder, dass bei diesen Temperaturen auch die Mücken aus dem Winterschlaf erwachen. Schon beim Abendessen sind wir umschwärmt und dann kommen alle mit in die Kajüte ...... Nun das geht zu weit. Die chemische Keule setzt dem Mückenfest ein Ende.
Puumala


Samstag, 18. Mai 13

Puumala      -      Ruuhonsaari                  22sm

Ein paar Regenschauer in der Nacht haben für Abkühlung gesorgt. Bis zum Frühstück setzt sich dann aber schon wieder die Sonne durch.

Pitschi (a.k.a. Putzi) macht ihrem alias  wieder mal Ehre und macht eine gründliche Kombüsereinigung. „Kitoos Pi!!!!“

Ein weiterer perfekter Segeltag. Mit perfektem Wind für den Spi. 22 sm sind es bis zum Wiedersehn mit Ruhonsaari. Der Ankerplatz ist der Suosikkisatama/Favorithamn 2011-2013. So sind wir nicht allein. 6 Boote. Die Sauna ist schon angeheizt und wird gerade frei.
Das Nachtessen wird vorbereitet


Nachtessen: Pasta mit Lachsdillsauce & Salat, selbstverständlich am Holzfeuer gekocht und mmmmmmmmmhhhhhhh_FEIN!

Nach der Niederlage im Backgammon versucht P ihr Glück im Quirkle. Aber auch hier hat sie keine Chance. Spielstand Quirkle: A : P  1 : 0

Kaum sind wir fertig mit dem Essen, schon hören wir Donnergrollen. Um Mitternacht geht’s los und schüttet wie aus Kübeln. Die Abstände zwischen Blitz und Donner sind eine zeitlang gefährlich kurz ......als sie dann länger werden sinken wir erleichtert in den Schlaf.


Sonntag, 19. Mai 13

Ruuhonsaari        -    Ikonsaari          11sm

Wolken, grau und s’bitzili Wind aus O –NO sagt der Wetterbericht. Das wäre ja okay, aber kaum haben wir die die schützende Bucht des Ankerplatzes verlassen, wartet dichter Nebel auf uns. Wir graben das Nebelhorn aus. Aber es ist ganz grün und muss erstmal vom Grünspan befreit werden. Zum Glück haben wir eine Putzfachfrau an Bord.
tööööööööt.........tööööööööööt.......

TöööööööT .....töööööt, blasen wir wenn wir ein Motorengeräusch im Nebel hören. Dank Ipad und Navionics finden wir unsern Kurs in der dicken Nebelsuppe Geisterhaft tauchen rote & grüne Tonnen im Nebel auf..
mmmmmmmmmmhhhhhhhh-FEIN

Dann sehen wir die Sonne matt durchschimmern ....ob’s wohl bald aufklart. Wind kommt auf und der Nebel lichtet sich.....uns wirds wieder wohler und der Magen meldet sich knurrend und fragt „wo bleibt der Lunch?“. Wir braten die Pastaresten mit der restlichen Bruschetta Creme ........schmeckt köstlich „kitoos Judith & Felix!“
Wir überlegen, welche Insel wir ansteuern wollen. Als es zu tröpfeln anfängt, entscheiden wir uns für die nähergelegene Insel Ilkoonsaari, leider ohne Sauna. Kaum angelegt machen wir uns an die Vorbereitungen für das Geburtstagsvideo für Ladino. P. schreibt das Drehbuch, der Drehort und die Requisiten werden parat gemacht. Doch die Dreharbeiten müssen erstmal verschoben werden, als ein Motorboot anlegt.....Die meinen sonst vielleicht wir seien besoffen oder gaga. Wir machen erstmal eine Erkundungstour auf dem Rundweg um die Insel.
Der Nebel löst sich langsam auf

Die Dreharbeiten für das Geburtstagsvideo laufen perfekt.Ein sicherer Kinohit....oskarverdächtig!

Die Filmstars speisen Lauchrisotto mit Chorizzo zum Znacht. Eine weitere Folge von Wetten Dass: P. stellt sich einem Sisu-Blindtest. Sie behauptet, dass sie alle 4 Geschmacksrichtungen erkennt .4 mal Fehlanzeige.... da muss sie halt noch ein bischen üben.

Dafür ist ihr Fortuna hold im Quirkle: Spielstand A : P  1 : 1
Ikonsaari

Süd Saimaa

Montag, 20. Mai 13

Ilkonsaari     -       Satamosaari     14sm

5 Uhr: dichte Nebelsuppe.....da schlafen wir lieber nochmal ein Runde.
8 Uhr: Rasmus hat die Winddüsen angestellt und den Nebel weggeblasen. Der Wetterbericht sagt für heute und morgen schönes Wetter voraus und der O / NO Wind soll noch die ganze Woche anhalten. Wir beschliessen einen Extratag im Saimaa einzulegen und nehmen Kurs auf Satamosaari. 


Kurs Satamosaari
Letztes Jahr, war sie unser 1. Ankerplatz im Saimaa. 14 sm und 4 Stunden später legen wir um ½ 4 Uhr auf Satamosaari an. Eine wohlgeschützte Bucht, mit zwei Anlegestellen, beide mit Sauna, Grillplatz, Hussi, etc. komfortabel ausgestattet. Der eine Platz ist sogar rollstuhlgängig.
In der Sonne und windgeschützt ist es angenehm warm. Zuerst stärken wir uns an den gebratenen Risottoresten, dann heisst es Lesen & Faulenzen.

Ein Motorboot und ein Segelboot gesellen sich zu uns. Beide einhand („allein segelnde“) Männer. Das Segelboot legt bald wieder ab, der Besitzer muss morgen wieder zur Arbeit, wie wir erfahren. Der Motorbootfahrer ist nicht so kommunikativ.

Wir heizen die Sauna ein und saunen allein, quasi „zweihand“.

Anschliessend legen wir 2 argentinsche Pfeffersteaks und pikante Kartoffelchips in der Aluschale à la Pitschi auf den Grill.......mmmmmmmmmmmmhhhhhhhhhh-FEIIIIIN!!!!!!

Satamossaari

Ist das nicht eine Ringelrobbe? 


Dienstag, 21. Mai 2013

Satamosaari            Lappeenranta   17sm


Sonne, blauer Himmel, frische Brise aus NO.

Pi joggt um die Insel.

Wir geniessen Luxus pur: Duschen mit lauwarmem Wasser aus dem Saunaofen. Frühstück in der warmen Morgensonne.

Mit achterlichem Wind sind wir schnell in Lappeenranta. Kurzer Boxenstop im Gästehafen an der Hafeneinfahrt. Wir machen dann aber lieber im Casino Gästehafen fest, weniger Wind und preiswerter. Dort sind wir die ersten Gäste dieser Saison, bekommen 50% Vorsaisonrabatt und Sauna ein ausgesprochen freundlicher Service ist auch noch inklusive. Bei dem schönen Wetter („summer has come“) verzichten wir auf die Sauna und machen eine kleine Erkundungstour durchs alte Fort, mit schönem Rundblick auf die Stadt und den Hafen, mit anschliessendem Grosseinkauf im Supermarkt.


Lappeenranta


Casino Gästehafen: wir sind die ersten Gäste in diesem Jahr





Wieder zurück auf der Hilde müssen noch ein paar Vorbereitungen für die morgige Reise durch den Saimaa Kanal getroffen werden. Pitschi klebt mit schwarzem Klebeband „Hilde“ auf die eine Bugseite. Die andere muss noch warten, eine Handwäsche Unterhosen hat Priorität. Ja eine Waschmaschine ist schon eine segensreiche Erfindung. Denn bei der Handwäsche hat Pi so fest gerubbt und geschrubbt, dass sie jetzt ein Bläschen am Finger hat, die Arme.
A. studiert unterdessen nochmal die Gebrauchseinweisung des Handfunkgeräts und kauft sicherheitshalber noch einen Vorrat Batterien.

Zur Belohnung gönnen wir uns einen feinen Znacht im „Vanha Magasinet“.




Mittwoch, 22. Mai 2013

Lappeenranta             Brusnicnoe       27sm

Wetter ditto gestern: Sonne und kräftiger Wind aus NO. P. macht einen Morgenjog, A. aktualisiert den Blog. Nach einem ausgiebigen Frühstück, mit Früchtemix-Joghurt-Muesli, 3 Minutenei im Wasserkocher (muss noch besser geeicht werden), etc. legen wir um 10 Uhr ab. Wir motoren aus dem Hafen, und biegen dann nach der grossen Brücke in den Saimaa kanal ein.
Bei der ersten Schleuse .müssen wir warten bis ein Holzfrachter langsam, langsam durch die Schleuse gefahren ist.


Die Schleusenmanöver klappen bestens
Memories

Die Schleusenmanöver klappen bestens, ohne Anbumsen und Kratzer. Nach der 3. Schleuse erreichen gegen 15 Uhr die finnische Grenzstation Nuijamaa. Die Grenzwächter und der Zoll warten schon auf uns. Wir füllen insgesamt 6 Kopien Vesselreport/Crewlist aus und dann noch ein Formular für den Zoll. Pitschi klebt inzwischen, kopfüber Hildes Namen auf die andere Bordwand. ..... und was lesen wir da? ............... .`_| (I _I H

Gästeflaggenwechsel

Wir passieren die Grenze und machen an der Pälli Schleuse fest. Die beiden russischen tragen dieses mal keine Stöckelschuhe und wollen auch das Boot nicht von innen inspizieren. Bis der dicke Holzfrachter die Schleuse passiert hat, sind auch die Zollformalitäten erledigt, .und wir können weiterfahren.
Hier brütet Frau Möwe

Wir passieren Schleuse no. 4, no 3, no. 2., und übernachten vor der letzten Schleuse Brusnicnoe. Eine Betonpier mit 5 Bojen und eine Abfalltonne sind die ganze Infrastuktur..

Der Magen knurrt. Wir kochen in perfekter Teamarbeit ein feines Nachtessen: Lachs auf Fenchel mit Senf- Dill-Sauce.




Donnerstag, 23. Mai 2013

Brusniceoe            Santio            45sm


Das Orginaltagebuch  der Reise durch den Saimaa Kanal
Der Tag beginnt vielversprechend mit blauem Himmel und viel Wind aus NO. Ob sich der Wetterbericht vielleicht geirrt hat? Doch bis wir parat sind zum Ablegen, hat sich das vorhergesagte Wetter eingestellt. Graue Wolken. Es fängt an zu regnen. Wir müssen noch eine Stunde warten, bis 2 Holzfrachter die Schleuse passiert haben. Schnelle Abfertigung beim Zoll. Um 10.30 Uhr setzen wir Segel, fahren an Vyborg vorbei und dann im vorgegebenen Fahrwasser mit Kurs Finnland.

Kurs Santio


Mit einer kräftigen achterlichen Brise kommen wir gut voran (> 5-6 Knt). Ab und zu suchen wir vergeblich nach den in der Karte eingezeichneten Seezeichen.. Entweder ist unsere Karte schon veraltet oder die Russen haben kein Geld für den Unterhalt und haben die Tonnen einfach abgeräumt.

Nach 8 ¾ Stunden treffen wir dann in der finnischen Grenzstation Santio ein und machen am Pier neben einem Schiff von Geo Marine fest. Kaum haben wir festgemacht, sind auch schon die finnischen Grenzwächter zur Stelle. Die Formalitäten sind schnell erledigt. Jetzt fehlt uns nur noch ein Öfeli zum wärmen und Kleider trocknen. Die Grenzwächter schliessen den Elektrizitätskaten für die Geo Marine auf, aber uns wollen sie nicht:anschliessen „only for Government!“.

Nachdem sie weg sind fragen wir die Leute von der Geo Marine, ob wir uns nicht bei ihnen einstecken dürfen. Kein Problem, wir dürfen. Wir bedanken uns mit kitoos & einer Schweizer Schoggi. Doch als wir den Heizlüfter einstecken, ist die Freude zu Ende. Irgendwo ist eine Sicherung unauffindbar und unreparierbar raus. Die Geo Marine Crew nimmt’s gelassen, und schliesslich stellen sie den bordeigenen Generator an. Wir haben wieder Strom. Der Ofen summt  und bläst wohlige Wärme in die Kajüte.

Dazu kocht Pi, zum kröneneden Abschluss des Tages, feine Älplermagronen und gewinnt dann auch noch eine Partie Backgammon. Spielstand 1 : 1.
Hilde mit ihrem e-Versorgungsschiff


Freitag, 24. Mai 2013

Santio   Ulto Nuokko            16 sm

Wetter: am Morgen grau, grau, doch am Mittag kommt wieder die Sonne durch
Wind: laut Wetterbericht Ost 5m/sec.......aber Rasmus macht heute Pause, kein Wind.

Wir motoren nach nach Westen und wählen Ulto Nuokko als Ankerplatz. Eine rundum geschützte Bucht, mit Steg und vielen Bojen.....scheint ein beliebter Platz zu sein. Wir zählen, ausser uns, 4 Motor-und 2 Segelboote. Doch dann kommt ein Boot nach dem anderen angefahren. 16 Boote, alle Bojen sind besetzt. Der letzte kommt morgens um 2 Uhr.Ein schönes Wochenende und Kotka ist nur einen Katzensprung entfernt.
Ulko-Nuokko um 15.30 Uhr.....

...... und am nächsten Morgen

Wir erkunden die Insel auf dem Inselrundweg. Anschliessend heizen wir den Grill an und schnetzeln Gemüse. Es gibt Frühlingsgemüse in der Aluschale à la Pitschi, Schweinsfilet & Salat. Die Geduld & Sisu beim Glut anblasen wird belohnt. Es schmeckt vorzüglich.

Mit den wärmeren Temperaturen kommen auch die Mücken. Doch mit Antibrumm und Baygon haben wir unsere Ruhe.
Grillgemüse à la Pitschi......mmmmmmmmmhhhhhhhh-FEIN!!!



Samstag, 25. Mai 2013

Ulto-Nuokko    Kotka             11sm


Kotka Gästehafen
Feine Finnische Fischsuppe


Nach Kotka ist es nur noch ein Katzensprung. Wir treffen gegen 14 Uhr dort ein. Schöner Gästehafen und sehr freundlicher Service für 22 Euro inklusive Sauna, Grill, etc.  Im gemütlichen Hafencafé gibt’s finnische Fischsuppe .......mmmmmmmmhhhh-Fein!!




Preisfrage: wie ist dieses Bild entstanden?


Dann heisst es Wäsche waschen, einkaufen im Supermarkt mit Spaziergang durch den Park, Blog & Jog, etc.


Wir geniessen Lachs vom Grill und Pommes Chips in der Aluschale. Sehr fein! Statt Dessert gibt’s Sauna, und dann müssen wir uns beeilen, denn heute abend steht Fussball auf dem Programm. Champions League Finale Borussia Dortmund - Bayern München. Die Sportsbar ist voll mit Anhängern von beiden Teams. Spannendes Spiel. Bayern gewinnt 2 : 1.
Grillplausch mit Lachs und Kartoffeln ......mmmmmmmmmmmmhhhhhhh-FEIN!!





Sonntag, 26. Mai 2013



Kola             Kaunissaari       9sm



Wir schlafen aus bis 9 Uhr!!! Die Sonne scheint. Wind weiterhin ONO. P. macht einen Jog. A. liest in der Sonntagszeitung, dass die Schweiz den „trübsten Frühling erlebt, seit der Messdienst 1959 mit der Messreihe begonnen hat“.



Hinter uns liegt eine Motoryacht der Luxusklasse, mit norwegischer Flagge und Russen an Bord, 3 Männer und 1 Frau. Der Motor läuft und läuft schon midestens eine 1/2 Stunde, wahrscheinlich, um die Batterien aufzuladen.. Während die Crew gemütlich frühstückt. Dann legen sie ab. Die Frau macht wieder die Leinen los, derweil die Männer gemütlich auf dem Hinterdeck sitzen und zuschauen. Was haben Russen nur , was sie so unsympathisch macht?
unsere russischen Nachbarn



Nach einem gemütlichen Frühstück in der warmen Morgensonne, legen wir kurz vor 12 Uhr ab.



Unser Tagesziel ist die Insel Kaunissaari. Ein popläreres Ausflugsziel ca. 9 sm südwestlich von Kotka. Das Dorf an der Südspitze der Insel hat  einen Gästehafen. Sehr idyllisch mit einigen Fischerbootshäusern und zahlreichen kleinen Ferienhäusern.
Vorbei am Hafen von Kotka......
....erreichen wir Kaunissaari



Wir haben im Gästehafen festgemacht. Bootstege mit Stromanschluss. Die Saison ist noch  nicht eröffnet. Wir liegen gratis.



Johan kommt an Bord. Er spricht fliessend Deutsch und hat wohl schon einige Bierchen getankt. Er erzählt, dass er der Kapitän der Estonia war, als sie Sturm untergegangen ist und andere abstruse Geschichten, und lässt sich erst wieder abwimmeln, nachdem er ein weiteres Bier bekommen hat.



Wir machen eine kleine Runde durchs Dorf und bewundern die schnuckeligen Häuschen, mit Blumen- und Gemüsegärten. Wie bei uns zu hause scheint Rhabarber hier gut zu gedeihen.

Dann fallen die ersten Regentropfen. Das Öfeli sorgt für gemütliche Wärme.


authentische Fischerdorfatmosphäre ........



 
.....Bootsmuseum ......
...und hübschen Ferienhäuschen mit Blumen- und Gemüsegärten.

Nachtessen: Bohnen-Spaghetti mit Bärlauch-Pesto.



Anschliessend eine Runde Quirkle. P. führt mit >20-30 Punkten Abstand und frohlockt schon, dass A. nun auch im Quirkle keine Chance mehr gegen sie habe“ Ha! Mit viel sisu holt A. sie am Schluss doch noch ein und GEWINNT! Spielstand: A : P 2 : 1.






Montag, 27. Mai 2013

Kaunissaari       - Loviisa           21 sm

Wir segeln mit achterlichem Wind, Spi und Nebel. Kurs Loviisa.  Gegen Mittag lichtet sich der Nebel, Sonne, blauer Himmel.

erst Nebel....
...dann Sonne


50m
 
 



Hitzige Diskusion was                    neben einem Seezeichen bedeutet. „Das Seezeichen ist 50 m hoch“, meint A., „kann nicht sein“, meint P., und hat recht, wie sich später herausstellt.

Loviisa Gästehafen
Wir machen in Loviisa im Gästehafen fest, wo wir neben einer Familie mit einem Motorboot die einzigen Gäste sind. Der Gästehafen bietet für 18 Euro Liegegeld alles was das Herz begehrt: Sauna, Aufentahaltsraum mit Fernseher, Küche mit allem drum und dran, Waschmaschine, etc. Für 5 Euro/Tag können wir Hilde hier bis Mitte Juni parkieren. „Pay, when you come back“.

Dank der Superküche gibt’s ein Deluxe Dinner: Lachs mit Peperoni im Ofen gebacken.

Anschliessend Sauna bis Mitternacht.

mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh FEIN!



Dienstag, 28. Mai 2013

Lovissa

Sonne, blauer Himmel und viel Wind....Temperatur > 20°, Wasser 16°


RETTET das Spülbecken!!!!!

Gerettet......Merci Kiitos Pitschi!


Serendipity! - wir entdecken ein gemütliches Café!






Montag, 17. Juni 2013

Zürich-Helsinki-Loviisa

Die Segelpause ist zu Ende. Die Hilde erwartet die neue Crew (Monika & Alfred) wohlbehalten und ausgeruht im Gästehafen von Loviisa.
Mit uns kommt auch der Sommer wieder nach Finnland zurück. Nach ein paar Regenschauern auf der Fahrt von Helsinki nach Loviisa, verziehen sich die Wolken. Wir geniessen einen schönen Sommerabend.

Loviisa Gästehafen




Dienstag, 18 Juni 2013

Loviisa             Häston (Lillfjärden)            20sm

Sonne, blauer Himmel und eine gute Brise aus W-NW....Temperatur > 20°, Wasser 17°

Alfred holt auf dem Markt feine Zimtbrötchen. für’s Frühstück. Anschliessend Grosseinkauf im Supermarkt. Auf dem Rückweg machen wir Halt in dem schnuggeligen Café, das wir bei unserm letzten Besuch entdeckt haben. Die sweets sind einfach unwiderstehlich fein.

Mit achterlichem Wind fahren wir aus der Loviisa Bucht hinaus nach Süden. Leider dreht dann der Wind auf SW und wir müssen motoren. Dunkle Wolken ziehen am Horizont auf!!! Gerade noch rechtzeitig erreichen wir unser Ziel Lillfjärden. Wir machen mit Heckanker neben einem Motorboot fest....die ersten Tropfen fallen....schnell, schnell das Hübli überziehen....uff, nochmal Glück gehabt! .......Denkste! Kaum haben es uns gemütlich gemacht und Kaffeewasser aufgesetzt, macht es rumms......der Wind drückt uns auf den Felsen..... wir müssen umparkieren. Auf der andern Seite der Bucht hat es einen sicheren Ankerplatz mit einem Steg und Bojen.
Auf dem Weg dorthin macht es mal kurz  rums...rumms....wir haben den einzigen Unterwasserstein weit und breit touchiert.
Nach mehreren Versuchen liegen wir dann endlich wohlvertäut am Steg.... der Schauer ist vorbei....bald scheint wieder die Sonne.

Ein wunderschöner Sommerabend .... ein grosses Stück Lachs auf dem Grill....lassen uns die kleinen Malheurs dieses Tages schnell wieder vergessen.

Häston Lillfjärden.....der Regenschauer ist vorbei


Mittwoch, 19 Juni 2013

Häston             Kungshamn /Pellinki Björnholmen            17sm

Erfrischendes Morgenbad. Ein Finne aus Loviisa kommt im Ruderboot zu einem Kaffee + Schwätzchen vorbei..

Um 12 Uhr legen wir ab. Mit einer achterlichen  Brise kommen wir gut voran. Unser Tagesziel ist Kungshamn, eine geschützte Bucht an der Südküste der Insel Pellinki. Wir suchen lange nach einem geigneten Ankerplatz.....mal hat es zuviele „mökis“ (fin. Ferienhaus), mal ist es zu windig.....Schlieslich werden wir aber doch noch fündig. Eine geschützte Bucht gegenüber der Zollstation an der Insel Björnholmen. ....ein gutes Plätzchen, aber Monika findet um die Ecke noch ein besseres. Wir parkieren um... diesesmal, ohne den Stein unter Wasser zu touchieren – PERFEKT!!! Ein erfriiiiiiiischendes Bad (14°) und dann ein Campari-Orange auf den warmen Felsen...... das Leben ist schön!

Nachtessen: Spaghetti Portofino

Speilstand Backgammon: 1 :1


 
Nach einem erfriiiiiiiischenden Bad geniessen wir einen Campari -Orange auf den warmen Felsen

Donnerstag, 20.Juni 2013


Kungshamn/Björnholmen            Poorvo             16sm

Wetter: 5Uhr wolkenlos            8 Uhr: bedeckt & ein paar Regentropfen.


Deluxe Frühstück mit allem was das Herz begehrt....Joghurt-frischen Erdbeeren, 4-Minuetei, etc.

Rasmus meint es weiter gut mit uns. Mit einer sanften achterlichen Brise nehmen wir Kurs auf unser Tagesziel Porvoo..

Porvoo (schwedisch Borga), zweitälteste Stadt Finnlands, 50'000 Einw. Der Gästehafen liegt direkt im Zentrum. Wir erkunden die Altstadt mit hübschen Holzhäusern und landen schliesslich in einem Restaurant mit Terasse am Fluss.


Porvo Gästehafen

Freitag, 21. Juni 2013                     Mittsommer

Porvo   Langon            14sm

Sonne, blauer Himmel, leichte Brise aus SO

M. geht Joggen. A. kauft inzwischen auf dem Markt sweets und frische Erdbeeren (aus Schweden) für’s Frühstück.
Nach dem Frühstück folgt Einkauf Nr.2: Auf dem Markt gibt’s neue Kartoffel, feine Kardamon-Zimt-Bulla bei einem Bäcker-Biobauer aus dem Schwabenland...

Auf dem Weg zum Supermarkt entdecken wir einen Marimekko, d.h. Aufgabenteilung: Während A. im Supermarkt die Vorräte für die nächsten Tage einkauft, ergänzt M. ihre Ringel-Garderobe. Kurze Modeschau....um 1 Uhr Ladenschluss.

Die nette Marimekko-Verkäuferin klärt uns unterdessen über die finnischen Mittsommerfestgebräuche auf: Step1. alle verlassen die Stadt und fahren hinaus aufs Land oder auf die Insel, wer eines hat fährtzum Möki, 2. essen, chillen, mit Freunden, Familie .....3. am Abend wird ein grosses Holzfeuer gemacht.... „have a couple beers”...... also kein Tanz um den Mittsommerbaum, wie in Schweden.

Kurz nach 13 Uhr legen wir ab und fahren die Porvo-Bucht hinaus, Kurs SW. Unzählige Boote sind unterwegs (siehe oben, step 1).
Festtagswetter: Sonne & eine leichte Brise aus SO
Alle sind in Partystimmung


Mit halbem Wind machen wir gute Fahrt und erreichen gegen 17 Uhr unser Ziel. Wir haben uns schon darauf eingestellt, dass wir heute nicht allein sein werden. Doch siehe da, an der Westseite der Insel Langon finde wir eine geschützte Bucht. 1 Segelboot, 1 kleines Motorboot...ein idealer Ankerplatz.

Langön (Porvoo) - ein idealer Ankerplatz




Samstag, 22. Juni 2013

Langon            Suomenlinna (Helsinki)            18sm

Morgens Gewitterschauer            bedeckt (Wind SO)            abends klart es auf, blauer Himmel

Ein Morgenbad bei 16° macht wach! Wir warten noch bis der Gewitterschauer vorbei ist. Dann heisst es Leinen los. Gar nicht so einfach, denn die Felsen sind glitschig,, wie Schmierseife.

nach dem Regen sind die Felsen...
......glitschig wie Schmierseife


Mit dem Wind weiterhin aus SO nehmen wir Kurs auf Helsinki. Kurz vor Helsinki noch ein kleiner Nervenkitzel: Ist die Brücke bei Sandholm fix oder öffnet sie? Letzteres ist der Fall.

Im Gästehafen von Suomenlinna schnappen wir uns gerade noch das letzte Plätzchen. Die Seefestung Suomenlinna, im 18. Jahrhundert auf 4 Inseln vor Helsinki erbaut, ist mit jährlich 700'000 Besuchern eine der beliebtesten Touristenattraktionen Helsinkis.
Suomenlinna, Seefestung vor Helsinki
jeden Abend zwischen 5 und 6 Uhr fahren die Fähren an Suomenlinna vorbei
Suomenlinna

 
der  Gästehafen....

.....in Partystimmung
Alle sind in Festtagslaune. Flaggenparade. Im Hafencafé herrscht Hochbetrieb. Live Music.


Monika kocht ein feines Erbsenrisotto der Extraklasse.....uuuummmmmmmhhhhhhhh-FEIN!



Sonntag, 23. Juni 2013


Suomenlinna (Helsinki)            Stora Herrö    11sm

Statt Sonne, wie im Wetterbericht gibt es heute morgen dicken Seenebel. Wir vertreiben uns das Warten bis sich der Nebel auflöst mit einer Joggingrunde auf dem Festungswall (M), Blog update (A.), einer Partie Quirkel (A. gewinnt mit über 100 Punkten Abstand!!).

Quirkle: Alfred gewinnt mit 276 zu 159 

M. endeckt einen kleinen Supermarkt, der heute offen hat – wer hätte das gedacht!

Endlich, gegen 2 Uhr mittags vertreiben Sonne und Wind den Nebel. Allgemeine Aufbruchhektik. Auch für uns heisst es Leinen los. Tagesziel ist Stora Herrö, ein weiterer guter Tipp von unserem Motorbootnachbarn in Loviisa ........kitos!!!

So weit das Auge blickt Segel-Motorboote....Hunderte Boote sind heute unterwegs. Die meisten sind nach dem Mittsommerwochenende auf dem Rückweg nach Helsinki.

Stora Herrö ist ein superschöner Ankerplatz, mit Steg und Bojen, Grillplatz und toller Aussicht ....Einziger Nachteil ist der Schwall von den vorbeifahrenden Motorbooten. Das bekommt die Hilde gleich zu spüren, sie bumst ein paar mal an der Leiter an und holt sich an der Scheuerleiste am Bug ein paar Dellen. Schliesslich liegt sie schwallsicher mit genügend grossem Abstand vom Steg ....was dann den Ein- und Ausstieg spannend macht.
Stora Herrö - ein 4 **** Stern Ankerplatz


Nachtessen: Schweinsfilet, Dillkartoffel in Alufolie & Salat....schmeckt 5 ******mmmmmh-Fein!

Der Tag endet wie er begonnen hat. Plötzlich zieht Nebel auf. Gespenstisch... Als wir gegen 11 Uhr in die Schlafsäcke kriechen, ist der Spuk wieder vorbei.

Sonne, blauer Himmel.....doch plötzlich zieht Nebel auf.....


und hüllt wenige Minuten später alles in einen dichten Schleier

Stora Herrö: Gute Nacht!

Montag, 24. Juni 2013


Stora Herrö            Stora Svartö  15sm


Sonne, blauer Himmel, und ein Windhauch aus SO. Wir segeln mit viel sisu – Kurs Porkkala.

Dort angekommen machen wir erst einen Einkaufsstop im kleinen Laden des Gästehafen. Dann geht’s weiter zum Ankerplatz Läkhella. Erste Regentropfen....und dann genau zum Anlegen, dreht Petrus die Wasserhahnen voll auf...

Wir erkunden den Platz. Nicht schlecht, sogar Strom gibt es. Aber wo ist den das Husi? Auf der andern Seite, einen halben kmweit weg! Das will A. nicht gefallen und so parkieren wir um in den Naturhafen Stora Svartö gegenüber auf der andern Seite der Fahrrinne.
Dort angekommen, kommt dann auch genau wieder rechtzeitig zum Anlegen ein kleiner Regenschauer.

Wir liegen am Steg neben einem Segelboot. Ein Motorboot, so ein richtig vergammeltes Holzboot, kommt dazu. Dann noch ein Segelboot und am Schluss liegn wir so richtig eng im Sandwich, dass auch A. zugeben muss, dass vielleicht der verschmähte letzte Platz gar nicht so schlecht war. Aber was soll’s die Insel ist hübsch und da gibt’s eigentlich nichts zu meckern


Stora Svartö



Dienstag, 25. Juni 2013

Stora Svartö            Elisaari (Algsjö Landet)            19sm

Bedeckter Himmel, noch ein paar Regentropfen, leicht Brise aus Ost. Dann klart es aber langsam auf und, als wir ablegen scheint die Sonne. Ein weiterer richtig warmer Sommertag.

Morgenbad bei erfrischenden 16°.

A. hat schon den Spinnaker ausgegraben und parat gemacht. Nicht zu M’s Freude. Mit dem Spi wächst die Spannung an Bord. Aber dank Spi, kommen wir ganz gut segelnd voran.




Temperaturen wie am Mittelmeer. Ein Bad unterwegs (20°) und nach Ankunft in der geschützten Bucht von Elisaari, das Thermometer zeigt – kaum zu glauben – 23 °!!!!!!


Wassertemperatur: 20°


Wiedersehn mit dem schönen Gästehafen. Nach einer, auch beim 2. Mal, spannenden Einfahrt, machen wir im Gästehafen fest.

Nachtessen: Würstli & Kräuterkartoffel in Alufolie vom Grill. Um 10 Uhr haben wir die Sauna gebucht. Sehr gemütliche Holzsauna mit Badesteg.
Ein lauer Sommerabend


Mittwoch, 26. Juni 2013

Elisaari (Algsjö Landet)            Skedö (Norklobarna)            20sm

Sonne, blauer Himmel und sommerliche Temperaturen.

M. geht joggen: auf einem markierten Rundweg durch lichten Mischwald, Schilfgürtel und Riedwiesen.


Morgenbad, Frühstück. Kurz vor Mittag legen wir ab. Einkaufstop in Barösund.

Um ½ 2 Uhr setzen wir Segel. Achterlicher Wind. A. hat den Spi schon parat gemacht. 5-6 knt, Regattafieber...wir lassen 2 Boote hinter uns. Kurswechsel und mehr Wind .... 7knt ! Das Bergen des Spi sorgt für ein bischen Spannung... der Klappschäkel klemmt ....dann geht’s doch noch. Unsere Regattagegner ziehen an uns vorbei.
Doch die Glücksgöttin ist heute hold. Monika entdeckt, dass der Splint in einem Bolzen unten an der Wante fehlt. Ups, das hätte dumm ausgehen können. 

Im Nationalpark südlich der Insel Algö finden wir einen geschützten Ankerplatz, wir sind ganz allein. Wassertemperatur 20°. Wir grillieren. Ein Möwe schnappt sich ein Schweinsplätzli vom Grill und lässt es wieder fallen...noch mal Glück gehabt!
Feines Znacht: Schweinsplätzli, Dillkartoffeln in Alufolie und Salat.


Abstieg vom Grillfelsen mit dem kostbaren Nachtessen



Donnerstag, 27. Juni 2013

Skedö (Norklobarna)            Ekenäs             9sm

Der Wetterbericht sagt Sonne und sommerliche Temperaturen vorher. In der Ferne hören wir Donnergrollen. Aber das Gewitter zieht an uns vorbei.


Moni Steck......


.......in der Kletterwand

Der Wind hat auf SW gedreht. Unser Tagesziel ist Ekenäs. Wir machen im Gästehafen fest. Wäsche waschen, neuen Schnappschäkel für den Spi kaufen, Spaziergang durch die schöne Altstadt. Zum Znacht gibt’s Pizza im Hafencafé. 


Gästehafen von Ekenäs

Ekenäs Altstadt



Freitag, 28. Juni 2013

Ekenäas            Byxholmen      11sm

Sonne, Wind aus SSW 3-4 bft

Morgensauna. Die Sauna im Seebad wird auch rege von Leuten aus Ekenäs benuzt. Beim Sauna Small Talk erfahre ich u.a., dass es Finnland 5 Mio Boote geben soll, d.h. 1 Boot pro Einwohner. Und diese werden im Jahr im Durchschnitt gerade mal 40 Stunden genutzt.

Frühstück. Einkaufen.
Der Wind kommt heute direkt von vorn. Wir motoren ein Stück und dann kreuzen wir. „Segeln vom Feinsten“, meint M. bis ihr der Block von der Grossschot um die Ohren fliegt .....schon wieder ist ein Splint ausgerissen. Kleine Aufregung und verschiedene Meinugen,  was zu tun ist, bis das Ding wieder repariert ist...

Wiedersehen mit Byxholmen. Die grosse Attraktion ist eine öffentliche Sauna. Bei unserem Besuch letztes Jahr wurde sie gerade renoviert. Ausser uns liegen schon 5 Boote in der Bucht. Wir buchen die Sauna von 23 Uhr bis Mitternacht.

Zum Nachtessen gibt Lachs vom Grill auf Kartoffel-Fenchel in der Aluschale ...mmmmmmhhh- der kulinarischer Höhepunkt dieser Saison!

Mitternachtsauna.... bedeckter Himmel, windstill,..ein lauer Sommerabend. Wir sind nicht die letzten Saunabesucher nach uns ist sie bis 2 Uhr gebucht.


Byxholmen .
Hussi im modernen Design



Samstag, 29. Juni 2013


Byxholmen            Hanko            14sm


Heute morgen pünktlich wie vorhergesagt fängt es an zu regnen. Doch dann wird es besser, als vorgesagt. Um 8 Uhr hört der Regen auf. Leichte aber kalte Brise aus NW.

Nach einem späten Frühstück legen wir ab. Guter Wind für die heutige Etappe nach Hanko.

Keine Zwischenfälle. Ausser dass bei dem Einstudieren des heutigen Kabarattsücksdie Kaffeetasse umfällt. Das heutige Kabarettthema heisst? Woher kommt der Wind? Oder wo ist Osten? Süden? Westen? Norden?. Moni versucht mit Händen & Füssen sich die Windrose vorzustellen und in die Landschaft zu übertragen... dabei fällt dann auch die Kaffeetasse um...wir kugeln uns vor Lachen.


Woher kommt der Wind?

"also wenn da Norden ist........
......dann ist da Osten und da Westen......oder umgekehrt???"

Wiedersehen mit Hanko. Das Tor zu den beliebten Schären an der SW Küste von Finnland. Mit Hunderten von Booten in der Hochsaison. Doch diese hat noch nicht richtig begonnen.

Die Sauna ist schon eingeheizt. Heute ist richtiges Saunawetter.

Anschliessend gibt’s Spaghetti con Aglio, Pomodore & Speck und zum Nachtisch gibt’s eine Partie Qwirkle. A. gewinnt, wenn auch nicht mehr ganz so haushoch, wie die letzten Male.

Hanko - das Tor zum Turku Archipelago und zu den Alands


Sonntag, 30 Juni 2013

Hanko              Holmklobb      24sm

Sonne, blauer Himmel- „17° , light breeze 4 m/s from west-southwest”, sagt der Wetterbericht.

Joggen (M), Geld im Bancomat getankt, Gemüse beim Marktstand und 2 Gläser im Flohmarkt im Hafen gekauft..... Leinen los! Regattafieber. Mit Spi kann die Hilde auch mit grösseren Booten mithalten. Wir segeln Kurs NW. Die letzten Meilen kreuzen wir wider mit viel sisu.


Familie Seeadler in ihrem Penthouse auf dem Leuchtfeuer

Der erste Ankerplatz aus dem Seepfadfinderahfenbuch sieht ziemlich voll aus. Liebr nicht! Der nächste Platz ist nicht weit enfernt. Dort haben wir mehr Gück. Wir machen am Fels neben einem finnischen Segler mit Heckanker fest. Später gesellt sich noch eine 46 Fuss Yacht dazu..


Holmklobb - ein perfekter Ankerplatz aus dem Hafenbuch der Seepfadfinder


Abendbad. Nachtessen kochen: Würstli und Ratatouille in der Alufolie auf dem Grill. Sehr fein.
Beim Gemüse rüsten schmeisst Moni das Küchenmesser zusammen mit den Rueblischalen im hohen Bogen über Bord. Später geht auch noch ein Glas zu Bruch...gut, dass wir heute die Gläser auf dem Flohmarkt gekauft haben.


Montag, 1 Juli 2013

Holmklobb            Vänö            14sm

Sonne, blauer Himmel, leicht Brise aus SW.




Morgenbad. Frühstück.

Nach einem Einkaufstop in Kasnäs kreuzen wir weiter nach Westen. Unterwegs beschliessen wir in Vänö festzumachen.

Anlegemanöver mit zuviel Schwung....die Hilde bumst mit der Nase auf den Steg, aus Holz – halb so schlimm.
Väno: ca. 15-20 Leute leben ganzjährig auf der Insel, 2 Schulkinder fahren mit der Fähre in die Schule. Rings um die Häuser liegt viel Schrot herum, alte verrostete Traktoren und ausgediente Landwirtschaftmaschinen. Im Hafen gammelt ein Motorboot vor sich hin , schon seit 15 Jahren, wie wir erfahren.
"zu verkaufen"

Wovon die Leute leben ist schwer zu sagen, ein bischen Schafzucht und viele arbeiten auch ausserhalb und pendeln mit der Fähre, oder mit Nischen, wie die Sauna an Touristen vermieten.
Wir laufen im Regen ca. 1km zu der Sauna. Nach 1 Stunde  Sauna mit Bad im Meer, zurück aufs Schiff. Es ist brrrrhhh kalt. Das Öfeli spendet wohlige Wärme, bis wir  in die warmen Schlafsäcke kriechen. Der Wind pfeift in den Wanten. Für morgen ist Starkwind angesagt. Wir planen einen Hafentag.


Vänö - schöne Insel, aber etwas vergammelt




Dienstag, 2. Juli 2013

Vänö    Borstö  11sm

Sonne, blauer Himmel und eine frische Brise aus SSW.




Die Kapelle von Vänö
Wir wandern zur Kapelle und weiter zum Sandstrand. Der Weg ist perfekt ausgeschildert, alle 50m ein Schild. Am Schluss schaffen wir es aber dennoch, den Weg zu verlieren. Erschrischendes Bad im Meer, ca. 18°.

Im kleinen Dorfladen ergänzen wir unsere Vorräte: Butter, Chips und frische Brätchen. Nach dem Brunch. Das Ablegemanöver, gelingt besser als das Anlegemanöver. Dann sausen wir nur mit Gross zu unserm nächsten Tagesziel Borstö.
Borstö, eine idyllische Insel .......

..... mit Fischerdorfatmosphäre

Inselrundgang. Wieder sehr gut ausgeschildert mit vielen Tafeln, die die Sehenswürdigkeiten auf finnisch und schwedisch erklären. Die Insel ist 40 ha gross. 2 Bauernhöfe gab es, jetzt sind es 4. Wovon die leben bleibt ein Rätsel. Vielleicht Schafe und Subventionen? Auf jeden Fall sind die Leute hier ordentlicher als in Vänö. Alles ist schön gepflegt und aufgeräumt.

Wieder zurück im Hafen bekommen wir von unsern Nachbarn einen Jägermeister spendiert. Und selbstverständlich fragen auch sie: „did you come all the way from Germany with this boat?“


Navigare Necesse Est

Mittwoch, 3. Juli 2013


Borstö              Utö            27 sm


Sonne, blauier Himmel, frische Brise aus SSW.

Gleich oberhalb des Hafens gibt es einen Aussichtspunkt und eine Gedenktafel für die Seeleute, die hier Schiffbruch erlitten haben. Die Inschrift auf der Tafel lautet:

“Navigare necesse est
vivere
non est necesse”

Dank Google und Wikipedia erfahren  wir später, dass Pompejus so seine Seeleute motiviert haben soll, trotz Sturm, lebenswichtiges Getreide aus Nordafrika nach Rom zu holen.

Auch wir sind mit soviel Latein hochmotiviert und legen ab.... das Tagesziel ist Utö, die südlichste Insel Finnlands.

Am Wind sausen wir mit > 5 knt nach Westen. Für die letzten Meilen vor Utö braucht es noch mal viel sisu zum Kreuzen. Die Spannung nimmt zu, wenn eine Fähre oder sonst ein Dickschiff am Horizont auftaucht: O-Ton Monika: „Aaaalfred, siehsch ‚s Schiff, es kont direkt uf eus zu.....Aaalfred, jetzt mach öbis!!!“
Utö - Dorfhafen 

Wir kommen aber zum Glück wohlbehalten in Utö ein und machen dort an der grossen Pier, im sog. Dorfhafen mit Heckanker fest.Neben einem finischen Segler, der heute morgen in Borstö schon seine sehr guten Deutschkenntnisse mit uns praktiziert hat.

Wir erkunden die Insel. Der Laden hat schon zu (17 Uhr). Im Café gibt’s ein Glacé und 2 Zimtschnecken für’s Frühstück morgen.


Utö Leuchtturm 


Utö Friedhof


Weiter geht’s zum rotweissen Leuchturm und Lotsenstation zum Friedhof. Wir zählen 16 Gräber. 4 davon waren Lotsen auf der Insel. Die Gegend um Utö ist auch ein Friedhof für Schiffe. Zahlreiche Schiffe haben hier auf den Felsen Schiffbruch erlitten. Das letzte grosse Unglück war der Untergang der Fähre „Estonia“ im Jahre 1994, nur 20sm südlich von Utö.


Wieder zurück zum Hafen, der inzwischen bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Auf der andern Seite der Pier liegen schon einige im 4-er Päckchen. Neben uns zwängt sich ein dicker finnischer Segler in die Lücke, sagt weder hallo noch danke .....der erste unfreundliche Finne. Unser Nachbar auf der andern Seite ist dafür um so kommunikativer und übt weiter seine Deutschkenntnisse.

Unsere Vorräte gehen langsam zu Ende. Es gibt Gschwellti (Pellkartoffel) mit Käse & Salat zum Znacht.

bye be Utö

Donnerstag, 4. Juli 2013

Utö      Nötö            17sm

Wetter: Sonne, dann zeitweise bedeckter Himmel, später wieder schön. Leichte Brise aus SSO.

Wir kaufen im kleinen Utö Laden ein. Der Laden ist zwar klein aber erstaunlich gut sortiert. Wir finden alles was wir brauchen.

Das Ablegen gestaltet sich mühsamer als auch schon.. Wir müssen erst den Ankersalat entwirren. Der „stumme“ Nachbar vom Dickschiff hat seinen Anker über unsern gelegt.

Mit Spi geht’s Richtung Nötö. Wir machen am Steg mit Anker fest. Es dauert nicht lange, dann kommt auch die Ursula II eingelaufen und legt sich neben uns. Die Deutschstunde kann weitergehen. Jöran und seine Tochter Karin laden uns zum Dinner ein. Es gibt „Utöladen Ratatouille“ (Gemüse mit Kartoffeln) – schmeckt sehr fein.
Nötö auf der einen Seite der Pier  können  Gästeboote anmachen, die andere ist für die Fähre reserviert 

Nötö - Holzkirche 1756 gebaut. Der Sand für den Friedhof wurde 20 Jahre später 1m aufgeschüttet, weil  in dem steinigen Untergrund keine Gräber gegraben werden konnten

Recycling....


Freitag, 5. Juli 2013

Nötö            Brunskär         11sm


Sonne, leichte Brise aus S, später bedeckt und ein paar Regenspritzer....dann wieder Sonne.

Eine leichte Brise aus Süd bringt uns an Aspö vorbei (hübscher kleiner Hafen ..“.frisch geräucherter Fisch und Fischsuppe gibt’s auch“, so erfahren wir im Vorbeifahren). Wenig später verlassen wir den Fahrweg und überqueren den Jungfrufjärden mit Kurs auf Brunskär unser heutiges Tagesziel.
Brunskär

In Brunskär finden wir eine kleine Anlegestelle mit Holzsteg vor. Ausser uns hat es nur 1 Boot, eine finnsische Familie auf einem Tagesausflug. Später gesellen sich noch 2 Boote dazu. Der Steg ist in Privatbesitz, 10 Euro Liegegeld. Leider ist, die im Hafenführer erwähnte Sauna nicht mehr in Betrieb. Die Besitzerin meint, dass sie es mit 68 Jahren etwas ruhiger haben möchte. Früher waren hier noch goldene Zeiten für Besucher. „Früher“, erzählt sie in perfektem deutsch, „bin ich  um 5 Uhr aufgestanden und habe Brötchen gebacken für die Gäste auf den Booten“. Früher hat sie auch noch das ganze Jahr hier gewohnt. Jetzt lebt sie nur noch den Sommer (April-August) über auf der Insel und in die zahlreichen Häuser kommen Kinder und Verwandte zu Besuch. Die halbe Insel gehört ihr, die andere Hälfte dem Nachbarn. Die Wiesen sind verpachtet. Wir sehen ein paar weidende Schafe. „Laut Hafenführer, soll es auch Fisch zu kaufen geben?“-„ Ja, aber der Fischer ist letztes Jahr gestorben“
Wir grillieren unsere Spareribs und Dillkartoffel in Alufolie auf unserm kleinen Grill. Idyllisches Dinner mit Bank und Tisch auf dem Holzsteg. Der Wind bringt die Holzkohle zur Heissglut..Die Spareribs sind schwarz, schmecken aber trotzdem sehr fein.
Morgen soll der Wind auf West dann Nordwest drehen und zunehmen auf >11m/s. Wir planen einen Frühstart.


Für morgen ist Starkwind angesagt




Samstag, 6. Juli 2013

Brunskär            Korpoström     9sm

5 Uhr. Sonne und eine leichte Brise aus West. Vom angekündigten Starkwind ist noch nichts zu spüren. Wir verschieben das Aufstehen auf 6 Uhr.
Nach einem erfrischenden Morgenbad und einem kleinen Frühstück legen wir um 7 Uhr ab. Der Frühstart war eine weise Entscheidung. Kaum haben wir den Schutz der Insel verlassen, nimmt der Wind zu und dreht dann auf NW. Wir sausen mit >6knt an der Südseite der Insel Korpo entlang und erreichen unser Tagesziel Korpoström schon um 9.30 Uhr. Absoluter Rekord. So früh haben wir bis jetzt noch nie festgemacht, geschweige denn abgelegt! Wir kommen sogar noch rechtzeitig für die Morgensauna. Anschliessend ausgiebiges Frühstück. Wäsche waschen, etc.

Strahlend blauer Himmel. Der Wind bläst in den Wanten. Schöner Hafen mit Aussichtsterasse mit „Hafenkino“ der An- und Ablegemanöver.



Korpoström - ein wichtiger historischer Hafen auf dem Weg von Schweden nach Finnland.
Heute liegt hier ein schöner Gästehafen  mit  einer gemütlichen Sommerterasse inklusive  "Hafenkino" 

Ein Schweizer Segler macht fest. Später, wir sind gerade am Kochen, kommt der Skipper vorbei und ruft vom Steg: „Was sind 'r jetzt, Schwyzer oder Dütschi?“ Er heisst Koni, kommt aus Winterthur und kennt Andres Wiederkehr, der schon ein paar Mal auf einem Schweizer Folkeboot hier in der Ostssee mitgesegelt sei. Ja das sind wir ...die Welt ist ein Dorf.


Die ersten Heidelbeeren
Spaghetti con Pesto & Piseli



Sonntag, 7. Juli 2013


Korpoström            Nagu/Nauvo  15sm

Sonne, blauer Himmel und der NW Wind hat nachgelassen und soll im Laufe des Tages auf West und SW drehen. Wir können es daher gemütlich nehmen. A. macht sich an die Aktualisierung des Blogs und muss leider nach 1 Stunde feststellen, dass alles umsonst war... frustiert muss er aufgeben.
Unser finischer Segelbootnachbar gibt uns noch ein paar gute Tipps für schöne Häfen und Ankerplätze. Gegen mittag legen wir ab. Mit achterlichem Wind kommen wir gut voran und segeln durch eine wunderschöne Schärenlandschaft .....Segeln vom Feinsten! Tagesziel ist Nagu. 



Unterwegs nach Nagu. Segeln durch eine wunderschöne Schärenlandschaft ......mit spannenden Passagen



Der Hafen ist populär, ein Mekka der Schärenskipper, bietet alle nur denkbaren Services, Restaurants, Café, zahlreiche Shops und selbstverständlich auch Sauna (morgens & abends). Wir müssen s’ bitzili Züpfeln bis wir die Hilde in dem ungewohnten Anlegesystem (Bug in eine Gabel mit Gummiband und dann mit Leinen nach achtern festmachen) sicher vertäut haben. Bei Touristeninformation informiert uns eine Finnin in bestem Schwyzerdütsch – der Ex war aus Bern.

Wir essen eine Pizza auf einem zum Restaurant umgebauten Ausflugsdampfer und geniessen das Hafenkino mit den einfahrenden Schiffen auf Platzsuche und den spannenden Anlegemanövern.

Zum Dessert gibt’s dann ein Backgammon. Spielstand A : M 10 : 5


Nagu Gästehafen. Unser Nachbar hat 2 Katzen an Bord




Montag, 8. Juli 2013

Hafentag

Sonne, blauer Himmel und viel Wind (12-13m/s) aus NW.

Joggingrunde (M.). Morgensauna. Einkaufen im Supermarkt und Wein im Alko. Friseur....es bleibt beim Versuch, der nächste freie Termin ist Donnerstag.

Wir mieten Velos und fahren, dem Rat unserer schwyzerdütschsprechenden Touriinformationsdame folgend auf der Hauptstrasse noch Osten über eine grosse Brücke und noch eine und dann auf Nebenstrassen eine Runde durch Felder, Wälder und Wiesen.


Nagu. Einer der Hafenmeister ist Schweizer......
.... die amerikanische Flagge wird eingeholt und stattdessen die Schweizer Flagge gesetzt

Veloausflug
dicke, rote Walderdbeeren in Hülle und Fülle

im Erdbeerschlaraffenland
Ein Schild an der Strasse sagt, dass es hier „Mansika“ zu verkaufen gibt. Mmmmmhhhh feine Erdbeeren, frisch geerntet. Wir kaufen eine Schale und freuen uns schon auf ein Deluxe Dessert.
Eine Weile später eine Kreuzung im Wald, wir konsultieren die Karte .....und ......was sehen wir da am Strassenrand ? ....alles rot mit dicken grossen Walderdbeeren! Zum Glück haben wir am Erdbeerstrand noch eine leere Schale mit genommen. Die ist dann bald gefüllt mit feinen Walderdbeeren.

Wieder zurück im Hafen gibt’s zuerst Dessert: Erdbeeren mit Vanille Glace .....mmhhhhhhh-FEIN! Anschliessend frisch geräucherten Lachs, neue Kartoffeln & Salat. Wir sind im Schlaraffenland.


Dienstag, 9. Juli 2013

Nagu            Katanpää         40sm

Sonne, blauer Himmel. Wie schon am Sonntag hat  der NW Wind nachgelassen und soll im Laufe des Tages auf West und SW drehen.

Wir machen gute Fahrt und der Wind dreht rechtzeitig, wie vorhergesagt, nach SW so dass wir nicht kreuzen müssen.

Unterwegs überholen wir die deutsche SY Miss Sophie „www: miss-sophie.ch“ aus Bremen.


Unterwegs überholen wir Miss-Sophie......kiitos Jörg für das Photo!


Kurz nach 17 Uhr passieren wir Parattula, ebenfalls ein Tipp unseres S/Y Nachbarn in Korpoström. Wir beschliessen aber noch 11sm weiter zu segeln und erst morgen auf der Rückfahrt hier Halt zu machen.

Mit halbem Wind sausen wir zwischen den Inseln Kustavi und Vartsala nach NW. Um ½ 8 Uhr sind wir am Ziel, Katanpää.


Katanpää.......
......wir sind am nördlichsten Punkt unserer Reise durch das Turku Archipelago



Mittwoch, 10. Juli 2013

Katanpää            Paratulla          11sm

Heute nacht hat es ein bischen geregnet. Der Himmel ist noch bedeckt, aber im Laufe des Tages soll wieder die Sonne durchkommen und der Wind wieder auf NW drehen und zunehmen.

Wir machen einen Rundgang über die Insel und erfahren von verschiedenen Informationstafeln folgendes:
Katanpää hatte früher eine wichtige strategische Rolle, da von hier die Verkehrswege durch das Archipelago kontroliert werden konnten. Die Kantanpää Festung 1910 gebaut als Teil einer Festungskette unter Zar Nicolas II wurde, später als Gefängnis genutzt und nach dem 2. Weltkrieg bis Mitte der 80-iger Jahre von der finischen Armee. Heute ist die Insel eine kulturhistorische Attraktion mit mehr als 10'000 Besuchern im Jahr.




Nach einem späten Frühstück brechen wir auf und mit achterlichem Wind sausen wir wieder wieder zurück im geschützten Fahrwasser zwischen den Inseln Kustavi und Vartsala.

Mit achterlichem Wind ......
......sausen wir zurück nach Paratulla

Unser Tagesziel ist Paratulla. Hübscher Hafen, optimal geschützt und alle Services inklusive Sauna, Designer Boutique, Café/Restaurant,Kinderspielplatz, etc. Der Hafen ist offensichtlich populär. Wir schätzen ca. 50-60 Boote sind heute hier. Wenn’s draussen bläst, so wie heute kommen die Leute gern hierher, erzählt uns der Besitzer, der sich sehr aufmersam um das Wohl seiner Gäste kümmert.
Wir treffen die Miss Sophie wieder und tauschen bei einem Glas Wein mit dem Skipper Jörg Stresse Segelerlebnisse und schöne Anker-und Hafenplätze aus.

Drei schöne gepflegte finnische Scylla Holzboote, Koster in den 70-er Jahren in Luvia in Finnland gebaut, liegen im Hafen.


Paratulla Gästehafen
3 schöne Scylla Holzboote



Donnerstag, 11. Juli 2013

Parratula             Naantali    22sm

Sonne, blauer Himmel und eine gute Brise aus NW.


bye bye Miss-Sophie 


Die Walderbeeren haben zu gären angefangen. M. rettet die kostbaren Beeren und verarbeitet sie zu Kompott.

Der Wind ist optimal und wir sausen durch das enge Fahrwasser wieder durch eine wunderschöne Schärenlandschaft. A. schafft heute Tagesrekord: 7.1 knt. Aber es heisst aufgepasst. Das Fahrwasser ist manchmal eng und gibt's Nervenkitzel pur, wenn ein Slalom von roten und grünen Stangen zwischen den Steinen hindurch führt.


Sausefahrt mit achterlichem Wind und Nervenkitzel  pur
Naantali
"with water lapping at its wooden mooring posts....


......the compact boat-filled harbour .is ringed with pleasant cafés and restaurants....

......the cobbled Old Town has quaint (if slightly dressed up) old-world feel".".
...it's difficult not to like Naantali", meint der Lonely Planet


Naantali mit seinem schönen Hafen und seiner schönen Altstadt mit putzigen Holzhäusern mit vielen Restaurants und Läden zieht an einem Tag wie heute Massen von Besuchern an.


Public Aerobic, auch die beiden Omis würden am liebsten auch mitmachen


Wir folgen der Empfehlung des Lonely Planet und essen Buffet im Restaurant Merisali.
Dann verziehen wir uns bald, hundemüde von Wind, Sonne und Nervenkitzel, in die warmen Schlafsäcke.

ps. ein kleines Missgeschick muss noch erwähnt werden. Beim Segelsetzen reisst die Leine mit der Gästeflagge aus der Rolle an der Saling. „s hät nu es glises Rückli gäh“, meint M. zu ihrer Verteidigung.



Freitag, 12. Juli 2013

Naantali            Turku            17sm

Sonne, wolkenlos, ein laues Windchen weht aus N-NW.

Frühstück de luxe: Muesli mit Walderdbeerkompott à la Moni....mmmmhhh-FEIN!

Die Abreise, geplant auf 10 Uhr, verspätet sich um eine kleine Weile, weil der PCO Moni löblicherweise nicht nur den Abwasch macht sondern auch noch den „Kühlschrank“ ausputzt.

Der kurze Weg von Naantali führt unter einer Brücke durch, Höhe 11m. Hilde’s Mast soll 10.75m über dem Wasser sein plus 20cm für das Windfähnchen, macht 10.95m. Zwar soll es bei den Höhenangaben eine Sicherheitsmarge von mindestens einem halben Meter geben, aber genau weiss das keiner. Wir wollen am letzten Tag das Schicksal nicht herausfordern und nehmen den längeren Weg.

Alfred hat den Spi schon mal vorsorglich parat gemacht. Aber der Spass dauert nicht lange (3sm) ...sehr zur Freude von PCO Monika.
Puh heute ist es heiss. Da tut eine kleine Erfrischung gut (Wassertemperatur 20°)
Die Einfahrt in den Hafen von Turku ist spektakulär
Suomen Joutsen "Finnischer Schwan", ehemaliges Marineschulschiff

Spektakuläre Einfahrt nach Turku den Fluss Aura aufwärts an Museumsschiffen und an dem weissen Dreimaster „Schwan von Finnland“ vorbei...dann sind wir im Turku Gästehafen. Der Hafen ist voll aber M. erspäht noch eine leere Box. Mit 29 Euro ist der Hafen landesweiter Preisspitzenreiter, aber dank seiner schönen Lage und Nähe zum Zentrum (ca. 1 km) ist er sein Geld schon wert.

Wir kaufen ein Busbillet nach Helsinki für M., eini paar kleine Vorräte und Mitbringsel im Stockman und finden dann einen Friseur. Leider nur für Alfred. Monika muss warten bis sie nach hause kommt.


Vorher....
.....Nachher


Als Belohnung gibt es dann den längst fälligen Ankertrunk auf dem Deck eines der vielen Kneipenschiffe auf dem Aurafluss mit bester Sicht auf den Gästehafen. Wir beoachten die vielen einfahrenden Schiffe auf Platzsuche. 
Apèro mit Hafenkino

Dann gehen wir nebenan zum Barbeque-Buffet...mmmmh-FEIN!
Letztes Backgammon. M. gewinnt. Spielstand A : M 10 : 7. Den Gesamtspielstand im Quirkle wollen wir lieber nicht erwähnen.

Monika geht morgen von Bord und fliegt nach hause und zieht das Fazit ihrer Ferien:

  • 4 wunderschöne Wochen (schönes Sommerwetter, Segeln vom Feinsten...meistens, spannende Begegnungen....)
  • 2 Messer verloren
  • 1 Glas zerbrochen
  • Gastfahnenrölleli kaputt gemacht
  • Bis zum Schluss an Bord geblieben, obwohl der Kapitän gedroht hat mich wegen Meuterei über Bord zu schmeisen (....dafür gibt’s aber keine Zeugen und der Kapitän kann sich nicht erinnern, dass er das je so gesagt hat..., Anmerkung der Red.)


Samstag, 13. Juli 2013

Turku   Ruisallo (TPS Clbhafen)            3sm

Wetter: ditto gestern ....Sonne, wolkenlos ....heiss > 25°

M. fährt um 8.30 Uhr mit dem Bus nach Helsinki. 





"bye bye Moni, war schön mit dir!"

Ich kaufe auf dem Markt ein: Erdbeeren, geräucherten Lachs, Erbsen, Ruebli, Salat. Ausserdem Zimtschnecken beim Bäcker mit über 100 Jahren und 4 Generationen Familientradition ....die Schnecken sind noch genau so gut, wie vor 100 Jahren. Und zum Schluss kaufe ich noch einen Set Victorinox Küchenmesser.

Turku Markt

Wieder zurück im Hafen frage ich (Auftrag von M.) die Skipper des kleinen holländischen Bootes „did you come all the way from Holland in this boat?“ – „No not from Holland but from Haparanda“ Sie haben das Boot mit Auto und Trailer nach Haparanda gebracht. Ihre Reise endet hier in Turku. Früher hatten sie eine grosse Yacht, haben aber irgendwann mal die langen An- und Rückfahrten überbekommen und sich eine Jeanneau 2000 (6.64m L. ü. a.) gekauft. In den Lofoten waren sie auch schon damit und schwärmen davon. Man solle sich unbedingt einen Sommer Zeit nehmen, nur für die Lofoten. Weitere Tipps: 1. Boot von Nordschweden (Lulea) noch Norwegen trailern und dann nach Süden fahren. 2. Tromsö Sailing Club anfragen für Adresse für Winterlager.
"did you come all the way from Holland?"...die holländische Jeanneau 2000

Das Wetter ist zu schön für einen Hafentag in der Stadt. Ich packe zusammen und motore 3 sm zum Turku Segelclubhafen auf der Insel Ruisallo. Laut Hafenführer soll man sich an der Tankstelle anmelden. Aber dort ist niemand. „Service time: 9-13 h Saturday“, steht auf einer Tafel.

Ansonsten ist hier “tote Hose”. Nach mehereren vergeblichen Versuchen finde ich jemand der Englisch kann, aber auch nicht weiss wie das hier mit Gästebooten so geht. Ich helfe ihm mit einem Blatt Schmirgelpapier aus und im Gegenzug zeigt er mir, wie man die Leiter vom Mastkran bewegt. So kann ich mich an die Arbeit machen und das Rölleli für die Gästeflagge an der Salin ersetzen. Bei der Gelegenheit klettere ich dann ganz nach oben zur Mastspitze, tape die Splinte für die Wanten neu und messe, ob die Masthöhe über Wasser tatsächlich 10.75 m ist. Es stimmt! Inklusive Windfähnchen messe ich 10.85m. Wir hätten also gut unter Brücke von Naantali (11m) durchgepasst.


da geht's rauf....ohne Sauerstoff! :-)


Es dauert nicht lange, bis einer vorbei kommt und fragt: „Did you come all the way from Germany with this boat?“. Er bietet an auf seinem Platz festzumachen und weiss auch den Code für die sanitären Anlagen. „KITOOS“.

So verbringe ich einen geruhsamen Nachmittag in einem einsamen Clubhafen und habe endlich Zeit das Blogtagebuch nachzuführen. Es ist heiss, das Thermometer in der Kabine zeigt > 30°.

Lonely Dinner for One: geräucherter Lachs, Gschwellti und Salat.


TPS Clubhafen



Sonntag, 14. Juli 2013

TPS Clubhafen            Turku             3sm

Sonne, blauer Himmel und ein leichtes Windchen aus SW. Am Nachmittag ist es zur Abwechslung mal etwas bedeckt. Aber laut Wetterbericht soll das schöne Wetter weitergehen.

Nach dem Frühstück fahre ich noch mal zum Mastkran, habe gestern zu spät gemerkt, dass der Radarreflektor am Achterstag nach unten gerutscht ist.




Dann motore ich wieder zurück in den Gästehafen von Turku. Diesmal hat es noch genug Platz und ich kann mir ein gutes Plätzchen, direkt unterhalb des Hafenbüros aussuchen. Blogtagebuch fertig schreiben. Wäsche waschen.

Eine riesige Motoryacht „Rudolf Diesel“, die uns schon am Freitag aufgefallen ist legt gerade ab. Dank Internet erfahre ich, dass sie früher Henri Nannens (Spiegelherausgeber) „Geliebte“ war.( www.welt.de/print-warms/article102014/Geliebte-steht-zum-Verkauf.html)

Die "Geliebte" legt ab


Montag, 15. Juli 2013

Hafentag (warten auf die neue Crew)

Wetter (ditto) Sonne, blauer Himmel, leichte Brise aus SW, sommerlich warm.

Ich schlafe bis 8 Uhr. Sauna, Frühstück, Grosseinkauf.


Turku Stadthafen - warten auf die neue Crew


Urs simst aus Helsinki: „gut gelandet – aber ohne Gepäck. Hoffe um 21.35 Uhr in Turku anzukommen“. Er trifft dann nach Mitternacht ein.

Wetterbericht (15.7.): Sonne und viel Wind!



Dienstag, 16. Juli 2013

Turku   Pensar Düd      24sm

Sonne, Wind aus NW (12m/s)

7 Uhr Tagwacht. Um 9.30 Uhr legen wir ab. Vorsorglich haben wir ein Reff eingebunden. Kaum sind wir aus dem Schutz des Hafens raus, fängt es an  zu blasen. 6 bft. Die meisten SY sind entweder mit Motor oder nur mit Fock unterwegs.

Urs übernimmt die Pinne......
...... 7.1 ....7.5 knt .....die Rekorde purzeln
Urs übernimmt die Pinne und bald zeigt das Log > 7knt, 7.5knt ist Tages- und Saisonrekord. Der wird dann aber später noch von Alfred überboten: 7.8 knt.

Daneben gibt’s eine Einführung in die Geheimnisse des Kardinalsystem....Ost-, West-, Süd-und Nordkardinalen.

Nach 4 ½ Stunden sind wir am Ziel. Pensar Süd, ein weiterer Geheimtipp. Sehr schöne Insel. Wir wandern auf dem Naturstieg. A. hat vorsorglich den Bärplugger mitgenommen und sammelt, mit viel sisu, Heidelbeeren fürs morgige Frühstück.


Nachtessen: Räucherlachs, Gschwellti & Salat. Anschliessend Sauna. Die Sauna ist warm und die Ostsee nur noch 14°....brrrrh.

Pensar
idyllische Saunabucht.....Wassertemperatur 14°
Gästehafen

Mittwoch, 17. Juli 2013

Pensar Süd             Aspö             23sm

Wetter: Sonne, blauer Himmel,  frische Brise aud NW für den Morgen sind 9m/s vorhergesagt für den Nachmittag 11m/s.

Wir lassen das Reff im Grosssegel – eine weiser Entscheid, denn der Wind legt kontinuierlich zu - und nehmen Kurs auf Aspö. 



Uiuiuiiiiii...Wind und Welle nehmen zu .... uns scheint mehr als die 11m/s und mehr gestern. Nach einigen kalten  Duschen sind wir froh die geschützte Bucht von Aspö erreicht zu haben. Der Hafen ist voll wir legen gegenüber mit Heckanker am Fels an.

Aspö


Wir folgen dem Naturstieg zum „Dorf“ finden dort ein kleines Café mit Kiosk und noch einen kleinen Laden, in dem es u.a. geräucherten Lachs zum kaufen gibt. Auf dem Rückweg rutscht Urs auf dem Felsen aus.....zum Glück nichts gebrochen.... inzwischen geht es ihm wieder besser.

Zum Znacht gibts Zitronen – Fenchel/ Zucchetti – Risotto à la Annemie... Anschliessend noch eine Einführung ins Backgammon und dann sinken wir pappsatt und hundemüde kurz vor Mitternacht in die Koje.



Donnerstag, 18. Juli 2013

Aspö            Österskär         12 sm

Wetter: Sonne, leichte Brise aus Süd im Laufe des Tages soll der Wind nach West  dann Nordwest drehen und zunehmen.




Erfrischendes Morgenbad. Unser heutiges Tagesziel ist Österskär. A. war 2009 schon hier und findet, dass es ein guter Ort ist, um morgen „abzuwinden“. Für Freitag ist nämlich viel Wind (near gale 15m/s) vorhergesagt.
Österskär

Wir segeln bravourös bis in den Hafen. Das Anlegemanöver ist dann aber nicht mehr so elegant....Murphy’s law. Aber schlieslich liegen wir wohlvetäut an der Boje. Sicherheitshalber bringen wir, dem guten Rat des Fischers folgend und mit der freundlichen Hilfe eines schwedischen Segelättis noch zusätzlich einen Anker aus. Morgen soll es tatsächlich in sturmstärke blasen und der Hafen ist nach Norden nicht so gut geschützt.

Für heute Abend haben wir Sauna gebucht.. Eine richtig gemütliche Holzofensauna in einem ehemaligen Bootsschuppen. Die Wände des Vorraums sind mit vielen leeren Schnapsflaschen  dekoriert.

Zum Znacht gibt’s Penne an Gemüse-Joghhurt-Sauce à la Annemarie 


Österskär: mit der freundlichen Hilfe eines schwedischen Seglers bringen wir zur Sicherheit noch einen Anker aus




Freitag, 19. Juli 2013

Österskär (Hafentag)


Nach einer praktisch windstillen Nacht mit etwas Regen, fängt es heute morgen um 5 Uhr an, an der Bordwand zu glucksen....Wind aus NW zunehmend, sagt der Wetterbericht.  Am Nachmittag haben wir strahlend blauen Himmel und Wind 12...13 ....15m/s....“near gale“.
Wir nehmen die Persenning ab – nicht dass die Hilde plötzlich allein davon segelt.


Wind, Wind, Wind..
"Abwinden" im Windschatten des Bootshäuschens 
Lunch
stürmisches Dinner
keep smiling

Während es draussen bläst, richten wir uns im Windschatten des Bootshäuschens bequem ein: Lesen, Lunch, Lesen...Insel Erkunden ...besorgter Blick aufs weiss schäumende Wasser. Zum Glück sind wir nicht da draussen!
Zum Znacht gibt’s Ripsiporsi (Spareribbs) mit Kartoffeln in der Alufolie & Salat. Heute braucht es keinen Föhn, um den Grill in Gang zu bringen. Die Kohle ist im nu rot glühend..

Der schwedische Segelnachbar, der uns gestern beim Anker ausbringen behilflich war verrät uns noch eine Abkürzung nach Kökar, unserm morgigen Reiseziel. Tack!

Anschliessend haben wir wieder Sauna gebucht. The best sauna of the Archipelago!

Um 23 Uhr checken wir ein letztes Mal den Wetterbericht. Für morgen ist etwas weniger Wind angesagt – 10m/s am morgen dann 11 m/s. Am Sonntag soll der Wind  wieder zunehmen. Und so soll es wetergehen bis Mittwoch. Wir planen für morgen einen Frühstart mit Ziel Kökar.Dort lässt es sich angenehmer „Abwinden“.
spannende Ausfahrt nach Westen


Samstag, 20. Juli 2013

Österskär            Kokar (Karlby)            23sm

Sonne, blauer Himmel und immer noch viel Wind (10-11m/s)

5 Uhr ist Tagwacht. Schnelles Frühstück. Um 6.30 Uhr legen wir ab. Spannende Ausfahrt zwischen den Steinen mit einer Peillinie und lokalen Seezeichen markiert. Dann folgen wir der Abkürzung: Immer wieder mit Hilfe des I-pads... der Aku hat noch 26% ...reicht aber gerade noch bis wir am Ziel sind. Am Wind sausen wir nach Westen, Ziel ist Kökar. Dort angekommen, beschliessen wir noch ein paar Meilen weiter zu segeln und den Südhafen anzulaufen. Bei NW Wind sind wir dort sicher besser geschützt, als im Hafen Sandviken, an der Nordküste von Kökar.

Nach einer spannenden Einfahrt, im zickzack an den Steinen und Untiefen vorbei, machen wir in Karlby fest. Schöner Hafen mit allen Services, Strom, Sauna, Laden, Restaurant, etc. Sogar ein Bügeleisen hat es, um die Flicken auf die kapputen Jeans aufzbügeln.

Sonne, warm und windgeschützt. Wir kaufen Fisch für den Grill. Als es dann so weit ist, fängt es an zu tröpfeln. Mit viel sisu grillieren wir Fisch und Kartoffel in der Folie während der Fenchel an Rahm-Senf-Sauce im Pfadikochtopf das Menu ergänzt.


Grillieren braucht viel "sisu"


Sonntag, 21. Juli, 2013

Kökar (Hafentag)

Sonne & weiterhin (zu)viel (11-13m/s) Wind aus NW.

Wir mieten Velos und erkunden die Insel.

Zuerst fahren wir nach Norden...
.....zur Kirche von Holmö, gebaut im 18. Jahrhundert (das Dach ist kein Ziegel- sondern ein Holzschindeldach)

Wie jede Kirche hat schmückt auch diese ein  Schiff. Es soll von einem Seemann als Dank für seine Rettung aus den Händen von türkischen Piraten gestiftet worden sein.
Weiterhin viel Wind
Briefkasten
... und ein Postkasten für die Flaschenpost


Wieder zurück in den Gästehafen von Kökar Kalby....
.....dann pedalen wir, gestärkt mit Kaffee & Kransi, nach Osten
Bei Peders Apelgard ......
....gibt's feine Alandspankoka und Cidre

.....mmmmmmmmmhhhhh-Fein!
Anschliessend kocht Urs Ratatouille mit Couscous und auch das schmeckt mmmmmmmmmmhhhh.....uhurefein!

Anschliessend gehen wir noch schnell in die Sauna bis uns um 21 Uhr der olle Hafenmeister, mit seinem urwüchsigen Aländercharme rauswirft. "Weg!!", sagt er und droht mit dem Wasserschlauch auf den Saunaofen zu spritzen.

Mr. "WEG!", der bärbeissige Hafenkapitän




Montag, 22. Juli, 2013

Kökar (Hafentag)

Sonne & weiterhin (zu)viel (13 -16m/s near gale) Wind aus NW.

Wir beschliessen einen weiteren Tag auf Kökar zu verbringen und machen eine Wanderung (ca. 10km) auf dem Inselteil Kalen.

Die Wanderroute führt über Stock und Stein malerisch an einem Süsswassersee (Oppsjön) vorbei.......


..... zum Gipfel des Tellmossberget, dem höchsten Punkt der Insel, 34'000 mm a. s. l. 
Auf dem Gipfel - ohne Sauerstoff!

mit viel sisu sammeln wir Heidelbeeren
hier waren wir doch schon mal? 2013
Juli 2009

uiuiuiuiiii Viel Wind! 15m/s ..... in Böen >20m/s aus N NW

Heute in der Sauna erfahren wir ein weiteres Merkmal des finnischen Sommers. Durchschnittliche Temperatur ist 26° (13° am Morgen + 13° am Nachmittag).

Nachtessen: Spaghetti Portofino (mit Bohnen, Kartoffel und Bärlauchpesto)


Dienstag, 21 Juli 2013

Kökar (Karlby)            Källskär           6sm

Wetter: Erst noch etwas bewölkt, sogar ein paar Regenspritzer, doch dann Sonne und weiterhin viel Wind (10-12m/s)

Die Hilde und ihre Crew werden beim Ablegen von ihren zahlreichen Fans mit Winken verabschiedet. Wie es sich gehört setzen wir sogleich die Segel und sausen nur mit Fock zwischen roten und grünen Spieren,  Ost-Nord-Süd und Westkardinalen und immer wieder spannend auf einer Peillinie aus der Bucht hinaus. Der Kapitän hat uns zwar gestern noch seine (innere) Route in der Karte markiert, aber der Wind hat etwas nachgelassen, sodass man gut aussen herum fahren kann. Ausserdem wollen wir das Schicksal oder die Glücksgöttin nicht unnötig herausfordern.

Källskär- eine idyllischer Naturhafen im Norden der Insel

 
Nachdem wir uns mit einem Spaghettiresten lunch gestärkt haben.....
....wandern wir zum Süden der Insel


An der Nordostecke von Källskär finden wir eine idyllische gut gegen NW Wind geschützte Bucht. Im 2. Versuch finden wir einen guten Ankerplatz am Fels. Wir sind allein, später kommt noch ein Motorboot dazu.

Wir laufen ans Südende der Insel, um die Hauptattraktion der Insel zu besichtigen. Dort hat der schwedische Baron Göran Akerhielm, vor 30 Jahren, sich seinen Lebenstraum verwirklicht und von dem bekannten finnischen Architekten Reima Pietilä ein „Mökki“, im finnisch-griechischen Fusionstil,  bauen lassen. Drum herum hat der Baron mit viel sisu Gärten voll mit exotischen mediteranen Pflanzen angelegt. Neben all diesen Attraktionen bietet der Rundweg über die Insel auch einen grandiosen Blick über die Schäreninseln.



Baron Göran Akerhielms finnisch-griechisches Fusion Mökki

Mit viel sisu hat der Baron Gärten angelegt....

.... mit exotischen mediteranen Pflanzen

......inklusive Rhabarber!!
Hermes der Götterbote, das beliebteste Fotosujet des Schärenarchipels
Der Südhafen

Wieder zurück grillieren wir hoch auf dem Felsen, der Wind inzwischen nachgelassen und geniessen in der Abendsonne ein feines Schweinsfillet mit, in der Folie gebackenen, Dillkartoffeln und Salat. Es schmeckt wieder mal mmmmmmhhhh-Fein und der Blick ist uuuhureschön.







Zum Dessert gibt’s einen richtigen Sonnenuntergang: die Sonne versinkt glutrot im Meer.



Mittwoch, 24. Juli 2013

Källskär            Husö            21 sm

Sonne, der Wind kommt weiter aus N – NE – NW, hat aber nachgelassen (6m/s)..

Wir kreuzen an der Westseite von Kökar nach Norden. Im Nordhafen machen wir einen Boxenstop um noch Kartoffeln, Salat, Kaffee etc. zu kaufen und alle Akus aufzuladen. Bei der Gelegenheit merken wir, dass wir den Steckeradapter in Karlby vergessen haben. Urs mietet sich ein Velo und siehe da der Stecker war immer noch da, wo wir ihn gelassen hatten.


Kyrkogardsö- wir folgen der Peillinie .....und sitzen fest!!


Dann geht’s weiter. Der Wind hat wieder etwas aufgefrischt. Wir kommen gut voran.  Gegen 17 Uhr erreichen wir unser Tagesziel Kyrkogardsö (die Friedhofsinsel). Spannende Einfahrt in die Bucht, vorsichtig immer genau auf der Peillinie ...... und dann sitzen wir fest. Vorwärts , rückwärts seitwärts, schaukeln, krängen, ......alle Versuche wieder freizukommen sind vergeblich. Da sehen wir, dass nur ein paar Meter entfernt das Wasser tief ist. Letzte Möglichkeit: Ein langes Seil am nahen Ufer befestigen und dann winschen. Urs schnappt sich das Seil, schwimmt ans Ufer und befestigt es dort am Stein. Das Seil ist lang aber 1 m zu kurz für die Winsch, also verlängern, mit dem Knoten lässt sich nicht gut winschen. Winschen, Schaukeln, Motor Vollgas und plötzlich ist die Hilde frei. Wir tasten uns jetzt vorsichtig nah am Ufer zu den Anlegestellen. Eine morsche Holzbrücke eine Betonpier.. Die Insel macht ihrem Namen Ehre....nicht sehr idyllisch und nicht die Mühe wert hierher zu kommen. Wir brechen die Übung ab und fahren so schnell und vorsichtig wie möglich wieder aus der Friedhofsbucht hinaus und nehmen Kurs auf die nahe (ca. 2sm) Alternative auf der Insel Husö.

Der Gästehafen von Husö hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Übrig geblieben ist eine lange hölzerne Pier, die teilweise schon gefährlich morsch ist. Aber für heute soll uns auch dieser Geisterhafen recht sein.


Husö - der Geisterhafen


Zum Znacht kocht Urs Kötbullar mit Kartoffelstock und kreiert aus den Ratatouilleresten eine feine Sauce. Obwohl er dafür ein grosses  MMMMMMMMMMHHHHH-FEIN bekommt, hadert er mit dem Kartoffelstock, „es fehlt ein spezielles Gewürz (?), damit wäre er noch besser“ geworden.





Donnerstag, 25. Juli 2013

Husö            Sottunga          4sm

Wetter: Sonne, blauer Himmel und Null-Wind

Mit viel sisu segeln wir mit Spi 1 Meile. Dann tuckern wir mit Motor nach Sottunga. Ein hübscher kleiner und sympatischer Gästehafen.


Unterwegs nach Sottunga - Alfred flickt seine Jeans


Sottunga, auch die grüne Insel genannt, ist mit 130 Einwohnern die kleinste Gemeinde Alands und auch Finnlands.

Wir radeln 3 km durch den Wald und vorbei an Wiesen und Getreidefeldern ins Dorf. Im Kauppa gibt’s nicht nur Lebensmittel sondern an der Kasse, wie beim Bancomat, auch Geld.
Tour de Sottunga - mit dem Velo ins 3 km entfernte Kauppa 
Die kleine Holzkirche wurde nicht im Dorf sondern im Hafen für die Seeleute gebaut
Heute bleibt die Hildeküche geschlossen. Urs lädt zum Znacht ein. Wir essen feine Abbore Filets (Barsch) in Butter gebraten mit neuen Kartoffeln und trinken dazu eine Flasche Vino – muss im Restaurant ausgetrunken werden, darf nicht mitgenonommen werden, so will es das Gesetz!


Sottunga, mit einem hübschen Gästehafen
Kippis, Skal, Prost .....Kiitos, Tack Sa Mycket, Merci Vielmohl Urs für den feinen Znacht!



Von 22- 23 Uhr haben wir die Sauna gebucht.


Sottunga: Sonne .....ringsherum dichter Nebel



Freitag, 26. Juli 2013

Sottunga            Granskär         9sm

In der  Hafenbucht strahlendes Wetter, draussen dichter Nebel.  So gegen 11 Uhr löst sich der Nebel auf. Wir legen ab und nehmen Kurs auf Granskär. Der Wetterbericht sagt Sonne & Wolken und ligtht breeze 3m/s from WNW. Nach 1 sm schläft der Wind ein und wir müssen motoren. Paul & Susi simsen, dass sie uns mit der Fähre unterwegs nach Sottunga gesehen haben.


Flaute


ACHTUNG Fähre!

Flaute. Ein errischendes Bad. Spannende Abkürzung zwischen  Steinen durch dann sind wir auch schon auf der Nordseite von Granskär. Wir sind die einzigen, an der gegenüberliegenden Insel liegt ein Motorboot.
Ein erfrischendes Bad (20°) dann wandern wir über die Insel auf die Südseite. Dort gibt es einen Cluhafen. Wir fragen, ob man hier als Gast willkommen ist. „Im Prinzip nur für Mitglieder, aber wenn wir wollen könne wir schon kommen“. Wir verzichten dankend, unser Ankerplatz an der Nordseite ist viel hübscher.

Granskär


Auf dem Rückweg entdecken wir Heidelbeeren,....alles blau....Heidelbeeren  in Hülle und Fülle. Es dauert nicht lange und wir haben genug gesammelt, um die Konfiproduktion zu starten.
Vorbereitung zur Konfiproduktion 
Heidelbeerkonfi ......mmmmmmmmmmhhhhhhhh-FEIN!!!

Heute steht wieder mal Grill auf dem Menuplan: Schweinshalssteak (800g!!!)  und Folienkartoffeln (mangels Dill mit Thymian). Unisono sind wir der Meinung, dass auch dieses Menu ein „mmmmmmmmmhhhhhh-Fein“ verdient.
Das Dinner wird vorbereitet




.....ebenfalls: mmmmmmhhhhh-Fein


Samstag, 27. Juli 2013

Granskär            Sommarön/Möholm            22sm

Nebel .....aber schon bald setzt sich die Sonne wieder durch. Ein erfrischendes Morgenbad, Kaffee dann gehen wir nochmal in die Heidelbeeren bevor es Frühstück gibt.. Bald haben wir wieder ca. 1 kg gesammelt. Die Konfiproduktion könnte weiter gehen, nur haben wir nicht genug Gläser.


Morgentoilette

......und dann noch mal in die Heidelbeeren

Der Wind, aus Süd – Südwest ist besser als erwartet und wir kommen gut vorran. Wiedersehn mit Sommarön/Möholm (2009 waren schon hier).

Nachtessen: Spaghetti con Pomodore, Speck & Co,





Sonntag, 28. Juli 2013

Sommarön/Möholm            Mariehamn     17sm

Gestern Abend hat es noch nach Nebel ausgesehen. Doch zum Glück löst sich der Spuk wieder auf. Es ist bedeckt...ab und zu kommt die Sonne etwas durch. Der Wind hat auf SSO gedreht.

Letzte Etappe nach Mariehamn. Dort gibt’s dann Crewwechsel. Urs fährt heute nacht mit der Fähre nach Helsinki. Paul & Susi, letzte Woche mit dem Velo auf den Alands unterwegs, kommen an Bord.

Heute morgen, als ich Gläser für die Konfiproduktion suche mache ich einen serendipen Fund: das vermisste Messer und der Anzünder und ein Kaffeelöffel. Wie die da wohl hingekommen sind?

Als wir in Mariehamn einlaufen werden wir, wie es sich gehört, von dem dänischen  Windjammer Danmark, der zu unserer Begrüssung ausläuft mit einer Flaggenparade begrüsst. Die ganze Mannschaft, die Danmark ist ein Schulschiff, steht an Deck und winkt uns zu. Die Hilde ist zutiefst gerührt. So ein Empfang ist  ihr in ihren beinahe 50 Jahren noch nie passiert.

spektakulärer Empfang in Mariehamn








Crew Wechsel: Susi & Paul kommen an Bord, Urs fährt heute nach Helsinki

Montag, 29. Juli 2013

Mariehamn             Rödhamn        13sm

Grau- Wolken. Der Wetterbericht hat für heute und morgen Regenwetter vorhergesagt.

Nach einer kurzen Nacht starten wir mit Kaffee, Knäckebrot und Heidelbeerkonfi den neuen Tag. Die Vorräte sind zu Ende. Mit einem Handwagen rücken wir aus Richtung Supermarkt und Alko. Paul springt auf halbem Weg ab und lässt sich beim Frisör verschönern. Nachdem wir die lange Einkaufsliste abgehakt und die vielen Köstlichkeiten an der Supermarktkasse bezahlt haben, übernimmt Paul, Hauptmann der Schweizer Armee, die anspruchsvolle Aufgabe alles systematisch auf dem Handwägeli zu verstauen. 


Nachdem auch noch 4 leere Konfigläser gekauft und Susi neue Schuhbändel gefunden hat kehren wir zur Hilde zurück, wo die Ware jetzt in Hildes Bauch umgeladen wird. Nach einer ausgiebigen Frukost und nachdem auch noch eine zusätzliche Schwimmweste parat gemacht ist und der Blog mit den letzten Bildern aktualisiert ist, heisst es um 16.00 Uhr“Leinen los!“ Unser Tagesziel ist Rödhamn. Paul übernimmt die Pinne und erweist sich, selbst in der hohen Kunst der Nord-Süd- West- und Ostkardinalen als maritimes Naturtalent.

Wir haben kaum 13sm unter Kiel und Susi besteht die Schifferprüfung (im wahrsten Sinn dess Wortes): Pt. 1 Bluejeans ausziehen, Pt. 2 an Deck begeben mit dem Hintern leewärts gegen die See, Pt3 in tiefer Kniebeuge an der Wante festhalten und völlig entspannen .....Bravo Susi!


Bald haben wir auch unser Tagesziel Rödhamn erreicht und machen am Steg fest. Die Kartoffeln hat Alfred schon unterwegs gewaschen und so müssen wir nicht mehr lange warten, bis der Znacht fertig ist. Geräucherter Lachs, neue Kartoffel (Gschwellti), Knoblauchsauce und Salat  und ein Schlattinger Cuvée 2011.......mmmmmmmmhhhh-Fein! Nach einem Aprikosenwasser von Holderners als Schlummertrunk schlafen alle tief wie Murmeltiere.

Rödhamn - "Leinen los!"



Dienstag, 30. Juli 2013

Rödhamn            Kobbaklintar            Stegskär           13sm

Heute nacht regnet es, wie vorhergesagt. Aber nach einem erfrischenden Morgenbad, hört der Nieselregen auf und die Sonne schaut sogar durch die grauen Wolken.

Kurz nach 11 Uhr legen wir ab und segeln mit achterlichem Wind zu unserm 1. Tagesziel Kobbaklintar, eine kleine Insel mit einer alte Lotsenstation an der der Einfahrt nach Mariehamn. Wir machen im kleinen Hafen fest und beoachten von der Lotsenstation, jetzt ein kleines Museum, die ein-und ausfahrenden Fähren. Bevor wir weiterfahren, stärken wir uns noch mit einem kleinen Picnic mit sauren Heeringen, Knäckebrot und Aquavit.
 
Kobbaklintar






mmmmmmmhhhhh-FEIN!

Im Regen erreichen wir nach 4 sm unser Tagesziel, eine gut geschützte Bucht bei der Insel Stegskär und machen dort mit Heckanker am Fels fest.

Für heute nacht sagt der Wetterbericht kräftigen Regen voraus. Morgen soll wieder die Sonne scheinen. Mit einer leichten Brise aus SW wollen wir dann den Sprung nach Schweden wagen.

Vielleicht hätte ich den Wetterbericht doch etwas genauer studieren sollen.....aber der Reihe nach.

Ratatouille mit Couscous steht auf dem Menuplan. Paul & Susi übernehmen die Zubereitung....und schon haben wir das 1. Unglück: der Couscous ist schimmelig und gemäss Murphy's Law (if something goes wrong, everything goes wrong ….. das 2. Unglück, stellen wir allerdings erst am nächsten Tag fest, die Zucchetti, so wichtig für das Ratatouille, liegt vergessen immer noch in der Bilge.

.....und so lässt das nächste Unglück nicht lange auf sich warten. Kaum sind wir eingeschlafen, weckt uns ein Klopfen....der Wind hat gedreht und die Hilde bumst mit der Nase auf den Fels. Alfred versucht es mit Ankerleine dicht nehmen aber ohne Erfolg....Der Wind nimmt zu und kommt jetzt direkt von achtern. Der Anker rutscht und langsam kommen wir den Felsen immer näher.  Da hilft alles nichts, wir müssen hier weg.....  und zwar so schnell wie möglich!!  Leinen los, die können wir morgen holen, und Anker hochziehen .... alles geht gut aber am Schluss klemmt der Anker irgendwie zwischen Pinne & Motor ......und eh wir uns versehen schon drückt uns der Wind gegen eine flache auslaufende Felsnase....Wums, rums,bums schlägt die Hilde gegen die Felsen....volle Kraft zurück ......keine Chance....vorwärts ....langsam, langsam schrammt die Hilde ächzend über die Felsen und .....kommt frei. Ufff!! ...die Baumstütze geht über Bord.....im Schein der Taschenlampe sehen wir das edle Stück davon schwimmen. Die grösste Gefahr wäre  erst mal überstanden, doch was jetzt tun? Ziemlich ratlos kreisen wir im Schein der Taschenlampe in der Mitte der Bucht... in der Dunkelheit und bei dem Wind einen neuen besser geschützten Ankerplatz am Fels zu suchen, das lassen wir lieber bleiben. Da bleibt uns nichts anderes übrig, bis es hell wird im Kreis herum zufahren, oder...? 

......ANKERN? Platsch, die Ankerkette klirrt ins Wasser....und dann liegen wir mit Buganker, mitten in der Bucht und hoffen, dass der Anker hält. Alfred entdeckt im Laufe der Nacht im Navionics die Funktion „Markieren“ und kann so alle halbe Stunde beruhigt feststellen, dass wir immer noch an der gleichen Stelle liegen. So liegen wir dösend in unsern Schlafsäcken , an Schlaf ist bei dem Geschaukel nicht zu denken, und warten, dass es Morgen wird. Paul fixiert die Decke und hofft, dass er nicht die Fische füttern muss.


Stegskär - am Morgen danach
Gestärkt mit einem guten Frühstück........
......... nehmen wir Kurs (240°) auf  Schweden.


Mittwoch, 31. Juli, 2013

Stegskär (fi)            Arholma (se)    40sm

Um 5.30 Uhr erwachen wir bei schönstem Sonnenschein. Wir vertäuen die Hilde nochmals am Fels und machen uns, dem Ufer entlang, auf die Suche nach der Baumsstütze. Aber ohne Erfolg....schade für das gute Stück!

Nach einem weiteren mal umparkieren und gestärkt mit einem guten Frühstück heisst es Leinen los! Unser Tagesziel .ist Schweden. Der Wetterbericht hat Sonne und eine frische Brise 7m/s aus SSW später S, vorhergesagt. Aber am Anfang ist von der „frischen“ Brise nichts zu spüren. Wir dümpeln mit viel sisu mit +/- 2 Knoten durch die Dünung und werden belohnt, Rasmus dreht die Winddüsen immer mehr auf und kurz vor Arholma liegt der Tagesrekord bei > 7knt.


Land in Sicht....die schwedische Gästeflagge wird gehisst
Rasmus dreht die Winddüsen immer mehr auf
Segel bergen bei viel Wind und Welle!

Hopp Susi!

Als wir dann nach 9 Stunden und 40 sm Fahrt unser Tagesziel den Osthafen von Arholma gleichzeitig mit einem Regenschauer erreichen, wartet eine weitere Überraschung auf uns: am Steg, liegen Motor-Segelboote dicht an dicht... kein Platz mehr!?? Doch da entdeckt A. eine schmale Lücke zwischen 2 Motorbooten, da passt die schlanke Hilde vielleicht noch dazwischen?


mmmmmmmmmmmmmmhhhhhhhh-FEIN!


Die Glücksgöttin ist uns weiter hold. Die Sauna ist zwar bis Mitternacht ausgebucht, aber als wir dort nachsehen wird sie gerade frei und die netten Vorgänger überlassen sie uns für eine halbe Stunde.
Anschliessend haben sich auch die Regenwolken wieder verzogen und wir können in der warmen Abendsonne grillieren: 4 grosse Entrecòtes, Dillkartoffel in der Folie  ergänzt mit der vergessenen Zucchetti, viel Zwiebeln („Tack se mycket Urs & Marianne für den Tipp“) und viel, viel Knoblauch..... mmmmmmmmmmmmmhhhhhhhh-Fein!
Pappsatt und erschöpft sinken wir in die Koje


Donnerstag, 1. August, 2013             (happy birthday Svizzera!)

Arholma            Gräddö                        Lidön (Österhamn)

6.30 Uhr: die Sonne weckt uns. Strahlend blauer Himmel.

Nach Morgenbad und Fruhkost auf dem Bootsteg wandern wir auf die Westsete der Insel. A. ist jetzt schon zum 4. mal hier und es ist immer wieder neu schön: Wiesen mit schön ausgerichteten weissen Siloballen, die weisse Kirche und die Windmühle, Aufstieg von der Lotsenstation zum Baken mit einer grandiosen Aussicht.
Arholma: Grandiose Aussicht vom  Baken

Im Landhandel an der Westseite kaufen wir für jeden eine kleine PlastikflascheCoca Cola und trinken siegleich  aus. Unterwegs haben wir  süsse rote Himbeeren entdeckt. Im Nu sind die 3 Flaschen gefüllt und als Serendipity-Bonus finden wir dann auch dicke schwarze Cassisbeeren.

Himbeeren, Himbeeren, Himbeeren!!!

Vor der Abfahrt schmücken wir, zur Feier des Tages, und zur Freude der schwedischen Bootsnachbarn, den Afterstag der Hilde mit Birkenzweigen und einem Schweizer Fähnli.


Hilde wird für den 1. August geschmückt


kleiner Regenguss gefällig?

Dann setzen wir, wie es sich gehört, im Hafen noch die Segel...und gleiten winkend davon, während am Himmel hinter dem Hafen schwarze Gewitterwolken aufziehen. Ausser ein paar kleinen Regengüssen bleiben wir aber von dem Gewitter verschont und erreichen den Gästehafen von Gräddö. Wir legen uns neben einen deutschen Segler. Frau hilft beim Anlegen und Mann gibt von seiner Kommandostellung aus ungeduldig Anweisungen, was sie machen soll.....“nun mach schon, wir werden alle nass....!!!!“

Während alle Akus wieder geladen werden kaufen wir im nahen ICA Supermarkt Vorräte für die nächsten Tage.
Skal Svizzera!

Anschliessend stossen wir bei einem swede-swiss Fusion-Apéro mit sauren Heeringen und Aquavit auf die Schweiz an.

Dann fahren wir 3 sm zurück zu einem Naturhafen auf der Insel Lidön. Mindestens 30 Boote liegen schon in der Bucht. Offensichtlich ein populärer Ankerplatz. Wir machen an der Aussenseite an einem Felsvorsprung fest.

Zum Znacht gibts ein Schweinssteak, Dillkartoffeln und Salat. Und zur Feier des Tages Vanilleglace (schon etwas Crème) und Himbeeren. Nach diesem fürstlichen 1. August Mahl sinken wir papsatt und hundemüde in die Koje.


Lidön 
Guten Morgen!


Freitag, 2. August, 2013

Lidön            Norrtälje     S. Lönnskär     27sm        

Sonne, blauer Himmel, leichte Brise aus N NW.


"nimm mich mit Käpitän auf die Reise...." unterwegs nach Norrtälje
Wir segeln/motoren nach Norrtälje, um für die Hilde eine Bleibe für die nächsten 2 Wochen zu finden. Wir finden 2 Optionen: Im Gästehafen will man für 2 Wochen 2000 Sek,( ca 300 CHF), im Hafen des Segelclubs trifft A. den netten Harbourmaster Mats. „We try to help“, sagt er und telefoniert ....am Steg ist nichts frei, aber ich kann seine Boje haben, er hat dieses Jahr wegen seiner verletzten Schulter sein Boot nicht im Wasser.
Wir laufen zum grossen Einkaufszentrum Flufyren. Während Paul & Susi im XXL- ICA Supermarkt noch frischen Lachs kaufen und ein paar andere Sachen, die wir gestern vergessen haben, findet Alfred im Claas Ohlsen Ersatz für den vermissten Hammer. Im Touristeninfo informieren wir uns über die Busverbindung Norrtälje - Arlanda Airport. Dann geht's straxs zurück zur Hilde. Kurz nach 17 Uhr legen wir ab. Inzwischen hat der Wind wieder gedreht und kommt jetzt aus NNO - d.h. wir müssen wieder die  motoren!

Bei der Suche nach einem Ankerplatz wählen wir S. Lönnskär. Spannende Durchfahrt unter einem 11m hohen Stromkabel..... gespannt geht der Blick nach oben....gleich funkt's ....nein, der Mast gleitet sicher unten durch. Das Grilldinner haben wir unterwegs schon vorbereitet: Fenchel an Senfsauce & Dillkartoffeln in Folie  Lachs (300g/Person). So müssen wir nach dem Festmachen am Fels nur noch noch die Holzkohle zum glühen bringen.
S. Lönnskär - die Heidelbeerinsel

Samstag, 3. August, 2013

S. Lönnskär       Himmelskär       4sm        

Sonne, blauer Himmel, leichte Brise aus Süd.

Zum Frühstück gibt's frische Heidelbeeren zum Joghurt. Die Heidelbeersituation sieht vielversprechend aus. Daher machen sich anschliessend  Paul und Alfred auf die Suche und kehren mit je einem Bärplugga voll Heidelbeeren zurück. Genug um die Konfiproduktion zu beginnen.

Mit einer leichten Brise aus Süd segeln wir nach Himmelskär, eine der äusseren Schären, die wir schon immer mal besuchen wollten, aber wegen zuviel oder Wind aus der falschen Richtung hat es nie geklappt. Himmelskär macht tatsächlich , was die Schönheit der Insel angeht, seinem Namen alle Ehre. 
Der Weg dorthin ist steinig aber dank Navionics / I-pad kommen wir wohlbehalten dort an. Nach einer guten Stunde Züpfeln liegen wir fest vertäut und gesichert gegen alle möglichen Winde in einer Bucht an der Nordseite der Insel.


Himmelskär

Jetzt  kann die Surströming Party beginnen. A. öffnet die  Dose, sicher ist sicher, unter Wasser. So spritzt es  nicht stinkt aber trotzdem - pfui Teufel! Und so geht's weiter:
1. Knäckebrot mit den Filets, gekochten Kartoffeln, Crème Fraîche, Tomaten und Zwiebel belegen
2. Nasse zuhalten und abbeissen
3. Mit einem Schluck Bier oder besser Aquavit spülen.

Wir sind uns einig: es schmeckt uugrusig aber spannend.







Guet Nacht!

Sonntag, 4. August 2013


Himmelskär     Granhamn       7sm


Heute Nacht hat es ein bischen geregnet. Bald vertreibt der Wind die letzten Regenwolken und ein sonniger Sonntag erwartet uns. 

Nach dem Frühstück starten Paul und Alfred die Konfiproduktion, so wie bewährt: Gläser mit kochendem Wasser sterilisieren; Heidelbeeren mit Gelierzucker aufkochen und in die Gläser füllen. Am Schluss stehen  7 Gläser kopfüber auf der Backskiste.
Konfi Fabrik  Himmelskär: die Konfi schmeckt einfach himmlisch!

Nachdem  noch eine Schwimmweste, die sich heute morgen selbst aufgeblasen hat, repariert ist, legen wir ab. Das Tagesziel, die Insel Granhamn ist nur 7sm entfernt.

Mit der freundlichen Hilfe einer schwedischen Seglerin, machen wir ganz hinten in der Bucht am Fels fest.

Mitten in der Bucht turtelt ein Pärchen  auf einem einer XXL Motoryacht.

Zum Znacht gibt's ein Lauch & Tutti-Resten-Risotto, Salat und Vino. Zum Dessert eine Partie Quirkle..
So entsteht......

......ein Gruppenphoto

In der geschützten Bucht von Granhamn haben schon in früheren Zeiten  Schiffe auf günstigen Wind gewartet.

Eine Partie Quirkle beendet den Tag. 

Montag, 5. August 2013

Granhamn      Norrtälje     17sm

Sonne, blauer Himmel, leichte Brise aus SW, W. 24°C

Letzte Etappe mit Ziel Norrtälje. Das  Log zeigt 9999sm. Paul sticht sofort in die Bordbar. Mit den letzten Tropfen Campari und Orangensaft stossen wir auf 10'000 Meilen an. Mit Logstand 2326 haben wir seinerseits im Mai 2009 unsere Reise um die Ostsee begonnen.
9999 sm
mit dem letzten Tropfen Campari-Orange stossen wir auf 10000 sm an.

Nach 4 Meilen Segeln kommt der Wind, wenn überhaupt, von vorn. Das heisst wir müssen wieder motoren.

Unterwegs machen wir einen Badestop. anschliessend gibt's ein feines Pcknick mit allem was wir in der Bilge finden: Kartoffeln (Gschwellti, Sil, Smörgasgurken, Aquavit, Bier und Cider.

Gegen 16 Uhr sind wir in Norrtälje. A. trifft Mats vom Norrtälje Segelclub und wird schnell mit ihm handelseinig. Hilde kann die nächsten 2 Wochen an seiner Boje "ausruhen", bis es dann mit der nächsten Crew zur letzten Etappe und ins Winterlager nach Kungsör geht.

Wäsche waschen, Blog aktualisieren, Packen, letzte Einkäufe, noch kurz in die Sauna. Dann gehen wir in das wohlbekannte und von TussiTours empfohlene Restaurant Ett & Glas und sagen ein letztes Mal mmmmmmmhhhhhhhhhh-Fein!

mmmmmmmhhhhhhhhhh-FEIN!  Tack se mycket Paul & Susi

Dienstag, 6. August 2013

Sonne, ein weiterer schöner Sommertag.

Hilde wird an der Boje festgemacht. Dann fahren wir mit dem Bus nach Arlanda zum Flughafen.


bye bye Hilde







Montag, 19. August 2013

Nach langer Zeit regnet es wiedermal in der Schweiz. Der Rucksack vollgepackt  mit Wein, Käse, Speck, Schinken....leeren Konfigläsern und einer Ersatzbaumstütze fest mit Klebeband am Rucksack befestigt (darf laut Auskunft der Swiss nicht länger als 158cm sein) mache ich mich auf den Weg zum Flugahfen. Dort treffe ich die neue Crew Ladino & Claudia.

Kurz nach 15 Uhr landen wir in Stockholm. Sonne und sommerlich warm. Die Wetter-und Windaussichten sind gut. Der Supersommer dauert auch hier immer noch an.

Mit dem Bus, 1x Umsteigen in the middle of nowhere, geht’s weiter nach Norrtälje. Hilde wartet wohlbehalten an der Boje. Kleines Missgeschick beim Festmachen am Steg. Vom Gästehafen...Alfred muss schnell ins Wasser springen und die Hilde wieder einfangen.....das kommt davon, wenn man die Knoten so schlampig macht.

Nächster Programmpunkt: Einkaufen. Auf dem Weg in die Stadt machen wir den Menuplan für die nächsten 3-4 Tage und schreiben die Einkaufsliste.

Heute gibt’s geräucherte Makrelen und Heering mit Gschwellti und Salat. Mats der Hafenmeister vom Segelclub kommt noch vorbei und freut sich über die Flasche Whisky.

Dann sinken wir müde in die Koje und schlafen bald alle, trotz Alfreds Schnarchkonzert, wie die Murmeltiere.



Dienstag, 20. August 2013

Norrtälje            Inra Hamnsär            19sm

Die Sonne weckt uns, d.h. Alfred, um 5.20 Uhr (1 Stunde früher, als zu hause). Er schleicht sich leise vom Schiff und macht sich auf den Weg in die Stadt auf der Suche nach einem Kaffee und kauft feinen Kanel Bullar & Längd (Zimtschnecken und-zopf) fürs Frühstück.


Mit neuer Crew, Ladina & Claudia....

.... segelt die Hilde wieder 

Um 11 Uhr legen wir ab und segeln mit Spi nach Osten. Der Wind ist günstig, die Sonne wärmt, T-shirt & kurze-Hose-Wetter. Wir kommen gut voran. Claudia bereitet gekonnt ein Deluxe-Plättli zu, das wir dann leider nicht so ganz geniessen können, weil der Wind zunimmt und die Hilde sich mehr und mehr schief legt.
Um 16 Uhr erreichen wir unser Tagesziel, Inra Hamskär.Eine gut geschützte Bucht in den äusseren Schären.

Ankertrunk mit Campari Orange. Eine Partie Quirkle. Claudia zeigt beim ersten Spiel viel Quirkletalent, aber lässt schlussendlich Alfred dann doch noch gewinnen.

Für Unterhaltung sorgen die Anlegmanöver von 2 deutschen Charteryachten , bis es dann beim xten Versuch dann klappt.

Nach einem feinen Barbecue –Dinner auf dem Felsen: 5 Koteletts mit Dillkartoffeln & Salat, kriechen wir dann pappsatt in die warmen Schlafsäcke.

Inra Hamnskär

Mittwoch, 21. August 2013

Inra Hamnskär              Rödlöga Störskär (St. Ansäret)            15

Sonne. Leichte Brise aus SW.

1. Frühstück mit Kaffee & Zimtzopf. Erfrischendes Bad im 18° warmen oder kalten Wasser. 2. Frühstück mit Spiegeleier-Speck-Tomaten etc.


Segeln vom Feinsten!


Sonne, guter Wind, Segeln vom Feinsten. Nach 4 Stunden machen wir in der Bucht Anskäret auf der Südseite der Insel Rödlöga Störskär fest.
Anskäret, Rödlöga Storskär

Ein paar Boote liegen auf schon auf der Südseite der Bucht. Wir machen auf der gegenüberliegenden Seite fest.... nicht so windgeschützt aber eine gute Wahl, wie sich noch zeigen wird.

Nach einem Ankertrunk geht’s dann auf Inselentdeckungstour. Wir finden Himbbeeren und vorallem Preiselbeeren, der Bärplogga ist bald halb voll.






Nachtessen: Spaghetti Portofino & Salat.

Der 2. Quirkle ist hochspannend, mit 2 Siegern. Im letzten Zug holt Claudia Alfred noch ein.


Donnerstag, 22. August 2013


Der Wind hat heute nacht auf NW gedreht und zugenommen. Der Wetterbericht sagt 15m/s near gale. Da bleiben wir lieber hier.


zu viel Wind
Frühstück Deluxe


Alfred geht auf Himbeersuche und stolpert fast über eine schwarze Schlange. War es eine Kreuzotter („Huggorm“) giftig!, oder wahrscheinlich nur eine harmlose „Snok“? Wie auch immer das Glas ist voll und die Lust auf weitere Beerensuche ist ihm erst mal vergangen.


Huggorm oder Snok?
Hilde hat Gesellschaft bekommen


Ein paar Boote von der andern Seite haben gezügelt. Hilde freut sich, dass sie eine schwedische Folke (Bj. 62) als Nachbarin bekommt.

Wir lassen die Seele baumeln mit Lesen, Dösen, Logbuch Malerei, Blog schreiben....




Zum Znacht gibt’s traditionelle schwedische Küche: Kötbullar mit Kartoffelstock, Grädsäs, Preiselbeeren und Salat.....

Der Wind hat nachgelassen. Der Mond ist aufgegangen.....die Hilde Crew  kriecht in die Schlafsäcke und schläft bald friedlich ein.

"..der Mond ist aufgegangen...."

Freitag, 23. August, 2013

Rödlöga Storskär            Ingmarsö          19sm

Sonne. Der Wetterbericht sagt: „16° und moderate breeze (7m/s) from north“
Mit gutem Wind ....
.....unterwegs nach Ingmarsö
mit dem Ruderboot....
......zum Einkaufen im ICA 
Wir folgen der Empfehlung unserer Folkenachbarn und wählen Ingmarsö als Tagesziel. Mit gutem Wind treffen wir um ½ 5 Uhr im Gästehafen der Bootswerft ein. Gerade noch rechtzeitig um schnell schnell mit einem Ruderboot zum Einkaufen auf die andere Seite der Bucht zu rudern. Der ICA Laden schliesst um 5 Uhr.


die berühmten schwedischen Grillkartoffeln werden vorbereitet


Wieder zurück buchen wir die Sauna für 19 –20 Uhr. Anschliessend gibt’s BQ: Spareribs & Lauch-Tomatenkartoffel ....mmmmmmmmmhhhhh-Fein. Die Partie Quirkle verschieben wir dann....es ist doch etwas zu brrrrhhhh .......frisch.

Ingmarsö -ein sympathischer  Gästehafen


Unsere Etappenorte: 0 =Norrtälje, 1= Inra Hamnskär, 2=Rödlöga Storskär, 3= Ingmarsö


"Guck mal, was ich gefunden habe?"
Samstag, 24. August, 2013

Ingmarsö            Kalvholmen      12sm

Sonne. Leichte Brise aus NO.

Die Frühaufsteher schreiben Blog (Alfred) oder joggen über die Insel (Ladina). Mitten im Wald findet sie eine „Bageri“ und bringt feine Kanelbullen & Brötchen fürs Frühstück.

Ausgiebiges Frühstück in der warmen Morgensonne ....

Alfreds Uhr ist stehen geblieben....“was schon 12 Uhr? Los geht’s!"
Segel setzen.....
......"....un jetzt des Teil do ihenke..."
und dann noch ein bischen Knoten  üben: ......"kommt ein Drachen aus dem See, schlingt sich um die Jungfrau und ..."

Achterliches Windchen. Mit Spi gleiten wir gemütlich zwischen den Schäreninseln....nur bei dem Tempo kommen wir vor Ladenschluss nimmer nach Vaxholm. Also checken wir unsere Vorräte: ... ein Rest Kötbullar, 3 Tomaten, Knoblauch, Speck, Spaghetti, 2 Liter Wasser und 1 Flasche Wein ..... das sollte reichen für einen weiteren Naturhafen. So steuern wir Kalvholmen an, Alfreds wohlbekannter Ankerplatz am Anfang und Ende der ersten Ferien mit den Charter-Folkes. 


Kalvholmen


Aber wie das so ist mit dem nostalgischen Wiedersehen, es ist nie mehr so wie es war:  Zuerst mal werden wir nicht gerade herzlich empfangen, Fender werden zur Abwehr neu justiert...“watch out my mooring line...!" Solche Nachbarn wollen wir nicht, also parkieren wir um, zwischen ein Segelboot und ein Motorboot. Aber auch hier ist die Nachbarin zur Linken besorgt um ihre mooring line „....you should put it in the direction of the wind!“ – „Wind?...there is no wind?“-„Sure it it’s going to blow tonight...“ Haben die eigentlich keinen Wetterbericht? -  Es ist und bleibt die ganze Nacht windstill!

Nach den vielen Besserwissern kommt die 2. Entäuschung: WC Papier wohin das Auge blickt! So bekommt dieser Ankerplatz das Prädikat „Litering No. 1“ des Jahres.

Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben und kochen unser Restenmenue: Spaghetti con Pomodore, Speck, Knoblauch & Kötbullar, dazu ein Griechischer Salat....naja, schmeckt okay, aber höchstens 1* mmmh-fein!

Eine weitere Partie Qwirkle bestätigt den neuen „shooting star am Qwirkle-Himmel“: Claudia gewinnt knapp vor Alfred! Aber die „Qwirkle-Queen des Jahres 2011“, Ladina, wird weit abgeschlagen wieder Letzte.

Der Tag beginnt mit einem erfrischenden Bad



Sonntag, 25. August, 2013

Kalvholmen            Vaxholm            Stockholm            Rastaholm       33sm


Sonne. Der Wetterbeicht sagt „gentle breeze, 4m/s from east-northeast“.

Morgenbad. Frühstück.

Unsere Nachbarin ist heute auch wieder besserer Laune – der Anker hat ja auch gehalten! – und gesprächiger. Irgendwann kommt dann auch vom übernächsten Nachbarn die „Frage des Jahres 2013“: ."...did you come all the way from Germany?“


Segel setzen Teil 2: das Gross...
....."... un jetzt ziiiiiieeeeehe!"


Kurz vor 11 Uhr legen wir ab. Leider ist der Windbericht heute etwas zu optimistisch – weit und breit kein Wind in Sicht! So motoren wir nach Vaxholm. Dort gibt’s zuerst einen Boxenstop an der Tankstelle und dann im Gästehafen. Während Alfred Vorräte für die nächsten Tage einkauft, packen Ladina & Claudia ihre Rucksäcke, studieren eifrig die Reiseführer und planen das Tussitourprogramm für Stockholm.

Claudia spendiert der Crew ein Glacé –tack sa mycket!.  Dann geht’s weiter, Richtung Stockholm.

881'000 Boote gibt’s laut Statistik in Schweden. Mehr als 600'000 mit Motor. Sieht so aus als ob alles, was Motor hat, unterwegs ist und nochmal kräftig Gas gibt. Was können Motorbötler auch anderes machen, als Gas geben....? Auch wir motoren und schaukeln im Schwall der Raser, Touristendampfer und Fähren....


Alles was Motor hat ist heute unterwegs

Kurz vor dem Zentrum, bei Djurgarden, biegen wir links ab und fahren unter der Danviksbron (11,7m) hindurch.. Im ruhigerem Fahrwasser durch den Hammerbyleden, vorbei an schicken Apartments, kommen wir bald zur Hammerbyslusen.


Unter der Danviksbron hindurch....
....durch den Hammerbyleden....
...... in die Hammerbyslusen


Nach der Schleuse verabschiedet sich die Tussi-Crew, in freudiger Erwartung, was Stockolm alles an Boutiquen, Flohmärkten, Musik, etc. zu bieten hat.

Alfred, wieder allein mit der Hilde, motort weiter aus der Stadt hinaus, Richtung Mälaren. Ein Blick auf die Uhr, die, wie die von Mani Matter, alle Stunde eine Stunde nachgestellt werden muss, zeigt, dass wir vor Sonnenuntergang nicht weiter als Rastaholm kommen werden.

Spektakulärer Sonnenuntergang über dem Malären. Gerade noch rechtzeitig, um im Restaurant den Code für WC & Dusche zu erfahren, treffen wir in Rastaholm, dem Gästehafen des Stockholmer Segelclubs, ein.

Wir liegen komfortabel längseits an der Pier. Die „Strassenlaterne“ auf der Pier spendet genug Licht. Dinner for One mit den Resten Spaghetti, Salat und dem letzten Glas Vino.

Dann krieche ich müde in die Koje.....mit viiiiiiiiiiehl Platz!


Rastaholm




Montag, 26. August, 2013

Rastaholm             Kolarudd        29sm

Sonne. 20°. Ein weiterer schöner und warmer Spätsommertag.

Frühstück mit Kanelbullen, 3 ½ -Minuten-Ei (gelingt perfekt in 4 Minuten !!, im Wasserkocher).

Ein leichtes Windchen aus SW lässt mich schon hoffnungsvoll den Spi parat machen. Aber daraus wird nichts. Null-Wind, spiegelglatter See. 


Birka
Null Wind


Ich motore.......vorbei an Birka (wo ich gestern hin wollte). Schöner Platz und kuck mal da......!: eine Segelyacht mit deutscher Flagge!.....bis ich nach 7 Stunden Kolarudd, den Clubhafen des Enköping Segelverein, erreiche. Problem mit dem Motor: Der Vorwärtsgang lässt sich nur mit viel Geknorze ins Neutral stellen.

Die Sauna ist schon angeheizt. Anschliessend Dinner for One: Rauchlachs mit Gschwellti & Salat.




Kolarudd - gastfreundlicher Clubhafen mit Sauna


Dienstag, 27. August, 2013

Kolarudd     Sundbyholm     21sm

Wetter ditto wie gestern: Sonne & warm   

Frühstück: Kannelbulle & Joghurt mit der letzten Banane & dem letzten Pfirsich.

Die Hafenmeisterin will kein Geld "...if  I am not here in the evening, you don't have to pay..." Ich frage die Kaffeerunde beim Kiosk, wo es auf dem Weg nach Kungsör Benzin zu kaufen gibt. Schon bietet  eine hilfsbereite Seele  an, einen Kanister Benzin  für mich in der Stadt zu besorgen. Bei soviel Hilfsbereitschaft ist es immer gut, einen Vorrat Schoggi zu haben. 

Um 12.05 Uhr geht's los. Die Brücke Hjustabron öffnet laut Karte 10 Minuten nach jeder vollen Stunde. Ob das wohl noch reicht? Bis zur Brücke sind es knapp 6 sm. Aber versuchen kann man es ja mal....  sause mit +/- 5.5 knt ...Telefon mit dem Brückenwart....die Brücke öffnet 15 Minuten nach der der Stunde...Es reicht!

Nach 21 sm & 4 1/2 Stunden Motoren erreiche ich Sundbyholm. Der Vorwärtsgang klemmt immer noch aber lässt sich, mit viel Sisu & Geknorze, schliesslich doch noch ins Neutral stellen. 

Wäsche waschen, inklusive die Polsterbezüge. Nach der  Sauna koche ich  zum letzten Mal z'Nacht , einen Ruccola Risotto. 
Sundbyholm


Mittwoch, 28. August, 2013

Sundbyholm   Kungsör   23sm

Sonne. Leichte Brise aus WSW.

Der letzte Sommertag, die letzte Etappe und die letzten Vorräte zum Frühstück.

Der Motor spinnt immer noch. Ich brauche ihn aber nur zum Ablegen, dann wird zum Schluss noch mal zünftig gesegelt und gekreuzt.

Vor der Brücke von Kvicksund, gibt es Lunch: Risotto Resten. Dann noch ein paar Meilen motoren und zum Schluss wird wieder gesegelt, bis nach Kungsör.

Dort werden wir von Martin in Empfang genommen. Nach der Besichtigung von Martins Schiff  "Sinfonie", eine Vindö 40 werden die  Highligts  des Segelsommers ausgetauscht, beim  Pizzaessen in der Stadt und anschliessend bei Kaffee und Campari Orange mit Diashow.

Donnerstag, 29. August, 2013

Ich helfe Martin seine Siebensachen zum Bahnhof zu schleppen. Dann geht's an die Arbeit: PUTZEN! Putze Herd..... Dies & Das .....und, als krönender Abschluss, die Bilge!

Zum z'Nacht gibt's  Kebab mit Brot  bei den irakischen Pizza- & Kebabbäckern



Freitag, 30. August, 2013

Bewölkt, ein paar Regenspritzer.

Nachdem auch noch das Teakdeck geschrubbt ist, wird die Hilde aus dem Wasser gelupft und das Unterwasserschiff mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt.

Noch ein letztes Kompliment " it's nice to see such a well kept wooden boat" dann geht Hilde in die Halle zum Winterschlaf und träumt vielleicht bald vom nächsten Segelsommer.

auf dem Weg zum Winterschlaf

Ein wunderbarer "Jahrhundert-Segelsommer" ist zu Ende. Zeit, um Bilanz zu ziehen:

Total Segelsommertage: 71 Tage, davon Sonnentage: 57,  Tage mit Regen:14, Hafentage: 6

Total Seemeilen: 1086 sm, davon mit Segel: 814 sm  und mit Motor: 271 sm



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